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25. Feb. 2010

Angeln zwischen Winter und Frühling - Angeln auf HechtWenn im Frühjahr die Temperaturen wärmer werden und das Eis von den Seen schmilzt, fängt die Zeit an, in der man wieder auf Raubfischen angeln kann. Nach diesem langen und recht harten Winter sind alle Angler heiß auf den Frühling – Endlich wieder auf Raubfisch angeln! Zu den Raubfischen die man im Frühling angeln kann, gehören allen voran der Hecht, aber auch Zander und Barsch. Neben den klassischen Raubfischen wird im Frühjahr auch gern auf Döbel und andere aktive Fischarten geangelt. Zu aller erst muss allerdings das Angelgerät wieder auf Vordermann gebracht werden. Meist ist es so, das am Anfang der Saison entweder Haken oder Vorfächer fehlen, oder das die Schnur nicht mehr allen Anforderungen genügt. Meiner Meinung nach, ist es gut wenn man zum ersten Angeltag der Saison neue Schnur aufzieht. Denn wenn der erste Hecht des Jahres durch einen Schnurbruch verloren geht, ist das mehr als ärgerlich. Eine gute Vorbereitung ist für das Raubfischangeln im Frühling besonders wichtig, da man oft eine Angelsaison nach ihrem Anfang bewertet.

Es gilt, unbedingt die Schonzeiten der einzelnen Fischarten und vor allem auch, die Mindestgrößen zu beachten. Diese sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt und man muss sich unbedingt vorher darüber informieren, wo welche Regelung gilt. Der Hecht ist in den meisten Bundesländern bis Ende April oder Mitte Mai geschützt und seine Mindestgröße liegt ab 45-55 cm, beim Zander geht der Schutz noch etwas weiter und er ist zumeist bis Mitte oder Ende Mai geschützt, wobei die Mindestgrößen zwischen 40 und 50 cm schwanken. Weiterhin gibt es noch gesetzliche Bestimmungen, welche die Art des Angelns betreffen. So ist inzwischen das Fischen mit lebendem Köderfisch ausdrücklich verboten. Da die meisten Raubfische allerdings sehr intelligent sind, erschwert dieses Verbot das angeln ungemein. Aber ein trickreicher Angler schafft es auch einem toten Köderfisch durch die richtige Führung „leben“ einzuhauchen.

Für jede Art Raubfisch gibt es spezielle Köder, auf die sie bevorzugt beißen, auch ist nicht jeder Raubfisch in jedem Gewässer zu finden und die Art, wie man sie fängt, variiert auch sehr stark.

Hechte greifen am liebsten aus der Deckung heraus an und halten sich in unterschiedlichen Tiefen, zum Teil nach Jahreszeiten unterschiedlich, auf. Eine Grundregel dafür ist, je kälter das Wasser desto tiefer muss der Köder, somit ist also klar, das im Frühling, wenn man mit der Hechtfischerei anfangen kann, eher ein Köder ideal ist, der recht tief eingesetzt werden kann. Früher war ein Barsch der ideale Köderfisch, heute muss man sich mit Gummifischen (die zum Teil selbstständig schwimmen können) behelfen. Wichtig ist auch ein extrem stabiles Vorfach zu nehmen, da Hechtmäuler mit extrem vielen Zähnen gespickt sind und sehr stark zubeißen können. Optimal sind zum Beispiel welche aus Kevlar. Auch das Drillen eines Hechtes erfordert viel Übung, da der Köder oft nur teilweise geschluckt wird oder schräg im Maul hängt und somit wieder heraus rutschen kann, wenn man nicht aufpasst. Auch die Beißzeiten der Hechte sind unbedingt zu beachten. Im späten Frühjahr liegen sie in Richtung früher Vormittag und verlagern sich je nach Temperatur, nach vorn oder hinten. Auch da gibt es eine Grundregel, die besagt: je kälter das Wasser, desto später geht der Hecht auf Nahrungssuche. Wer die ideale Stelle zum angeln von Hechten finden möchte, sollte nach kleinen Weißfischen Ausschau halten. Wo sich diese in Schwärmen tummeln, sind Hechte meist nicht weit. Ein weiterer Punkt der zu beachten ist, sind die Pflanzen. Hechte neigen dazu sich zwischen den Pflanzen zu verstecken und dort auf Beute zu lauern. Ist der Pflanzenbewuchs nicht zu dicht, ist dort ebenfalls ein angeln möglich, ohne dass man beim einholen mehr Kraut als Fisch am Haken hat.

Der Zander hat komplett andere Angewohnheiten, er ist ein Nachträuber und wer ihn fangen möchte, wird sich die Nacht um die Ohren schlagen müssen. Man findet ihn vorzugsweise in größeren Flüssen und dort gibt es sie schon häufiger, wie den Hecht. Früher war es ein Zufall einen Zander zu fangen, heute ist es deutlich einfacher. Gute Standplätze sind in Flüssen, dort wo sich Steinaufschüttungen befinden. Meist dort wo Übergänge von schwächerer und stärkerer Strömung sind, stehen sie an der Strömungskante. Weitere gute Plätze sind diese, wo sich die Futterfische der Zander aufhalten. In einem See ist es meist dort, wo das Flachwasser in das tiefere Wasser übergeht. Bei der Wahl des Köders gilt, dass der Zander fast alles mag, womit man auch einen Hecht fangen kann. Ein ganz bevorzugter Köder ist allerdings der Wabbelköder mit Doppelschwanz, auf den sich Zander schon beim aufsetzen des Bleiklopfens auf den Boden, meist direkt stürzen. Beim drillen sollte man darauf achten, das Zander gerne mit dem Kopf schütteln und wenn man nicht genügend Leine lässt, wird er sich sehr oft befreien können. Ideal ist es, wenn man sie erst einmal ein wenig laufen lässt und dann wieder vorsichtig einholt.

Zum Verhalten der Köder sei zu sagen (das gilt für das angeln nach Raubfischen allgemein) das langsame Bewegungen, im Allgemeinen, immer gut ankommen, aber gelegentlich auch heben und senken oder ruckartiges Fluchten, nach rechts oder links, eingebaut werden dürfen. Im Prinzip sollte man sich vor Augen halten wie sich ein echter Fisch bewegen würde und versuchen, dieses Verhalten nachzuahmen. Damit hat man recht gute Chancen, erfolgreich nach Raubfischen zu angeln.

Zum Schluss noch der Döbel: er lebt bevorzugt in den großen Flüssen und es gibt genügend Gewässer mit ausreichendem Besatz (eventuell beim örtlichen Anglerverein nachfragen). Man sollte sich eine gute Deckung suchen und eventuell ein paar Tage vorher bereits mit Köder anfüttern. Das Ideale ist, wenn man den gleichen Köder verwendet, mit dem man später auch auf Fang gehen möchte. Döbel mögen fast alles, das geht los mit Vogelbeeren oder Weintrauben, weiter über Grashüpfer, aber auch Wurst und Käse sind gute Döbel Köder. Am Besten verwendet man eine kleine Auswahl verschiedener Köder. Wer sich dann zum angeln hinsetzt, wird auch erfolgreich sein. Die Technik spielt hierbei keine so große Rolle, da Döbel ihre Köder fast immer gut schlucken.

Ich hoffe das, das Eis auf meinen Lieblingsgewässern endlich bald verschwunden ist, damit ich loslegen kann. In diesem Sinne: Petri Heil!

–fb

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1 Kommentar »

  1. Ulf schreibt:

    Na dann kann ich ja mal auf Zander gehen.
    Mal sehen, ob sie schon munter sind.
    Danke f. die Tipps.
    Ulf

    23. Feb. 2012 | #

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