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11. Okt. 2012

Mürtiz, AngelbootNach dem ersten Teil zum Thema: Angeln und Urlaub an der Mecklenburger Seenplatte, hier nun der zweite Teil. Nach der Beschreibung der interessantesten Angelgewässer im Bereich Müritz, nun noch einige Tipps zu den Regionen und Gewässern und Informationen zu möglichen touristischen Aktivitäten. Gerade in der Urlaubszeit ist es uns Anglern wichtig, das unsere „Lieben“ gut versorgt sind und sich rundum wohl fühlen, denn nur so haben wir die nötig Ruhe uns ganz auf unser Hobby zu konzentrieren. Die Gegend rund um die Mecklenburgische Seenplatte bietet glücklicherweise übers gesamte Jahr genügend Möglichkeiten und Attraktionen um auch im Frühjahr oder Herbst einen gelungenen Angelurlaub zu verbringen. Also wer noch kurzentschlossen in diesem Herbst eine Angelreise machen möchte, nur los!


Nordwestlich der Müritz spielt sich in der Region des Plauer Sees, des Fleesensees und des Krakower Sees das meiste touristische Leben ab. Der Fremdenverkehr hat sich hier zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. In den vergangenen 20 Jahren flossen viele Investitionen in die Infrastruktur, was vor allem in Luftkurorten wie Malchow, Plau am See oder Krakow am See erkennbar ist. Restaurierte Altstädte, interessante Läden und vielfältige gastronomische Angebote tragen neben der Landschaft zur Attraktivität als Ferienziel bei. Stark erweitert wurden auch die Marinas und Stadthäfen und die zahlreichen Bootsanlegeplätze. Neue Kureinrichtungen sind ebenfalls entstanden, die alten wurden saniert. Unterkünfte aller Art bieten den Gästen der Mecklenburgischen Seenplatte Übernachtungsmöglichkeiten oder einen festen Standort für ihren Aktivurlaub. Von Hotels über Ferienwohnungen bis zu diversen Campingplätzen reicht die Palette. Angler und Wassersportler können sich alle Arten von Booten leihen – von der Motoryacht bis zum Paddelboot – und dürfen auch ohne Führerschein ein Hausboot mieten.

Der Angelsport gehört zu den beliebtesten Aktivitäten in dieser Region. Sie ist auch ein traditionelles Jagdrevier wie z. B. der Naturpark Nossentiner-Schwinzer Heide mit ihren Wäldern und vielen kleinen Seen. Einen urwüchsigen Urlaub in ländlicher Region können Angler und ihre Familien in den kleineren Dörfern verleben. Meist sind es von der Ferienunterkunft zu einem der Seen nur wenige hundert Meter. Während sich einige Familienmitglieder einen günstigen Angelplatz suchen oder aber ihre Angeln auf einem Boot auswerfen, finden die anderen fast überall angenehme Badestellen. Sehenswürdigkeiten wie der Affenwald in Malchow und das Alt Schweriner Agrarhistorische Museum sorgen für Abwechslung. Manche unternehmen auch einen Ausflug nach Göhren-Lebbin oder ins nur 20 Kilometer entfernte Güstrow. Dort lohnt sich die Besichtigung der Ernst-Barlach-Gedenkstätte und des Renaissanceschlosses. Einen vom Massentourusmus geprägten Urlaub werden die Besucher der Mecklenburgischen Seenplatte nicht erleben.

Anglerferien wie aus dem Bilderbuch

Individualismus kennzeichnet ja auch den Angelsport, bei dem viele Petrijünger am liebsten allein sind und abwechselnd ihren Gedanken nachhängen oder praktischer Betätigung nachgehen. Wer für das Fischen oder Angeln noch ein wenig Nachhilfe braucht, wird in dieser Region manchen finden, der ihm die Lage vor Ort erklärt. Dazu gehören z. B. die unterschiedlichen Köder für Raubfische, der Gebrauch des Echolots zum Anlocken der Fische und viele andere technische Details, von denen manche Hobby- und Sportangler geradezu besessen sind. Jedoch wenn jemand einen besonders guten Angelplatz entdeckt hat, der bisher noch nicht in aller Munde war, behandelt er diese Information häufig sehr diskret. Denn zum Sport gehört auch immer ein wenig der Wettkampf, selbst wenn eigentlich Urlaubszeit ist.

Außer den bereits beschriebenen Seen gibt es natürlich noch viele andere, die sich für Angelferien von Frühling bis Herbst eignen. Manchem ist es während der Hochsaison selbst hier zu voll, weil er mehr ein Freund eines verregneten Frühlingstages oder eines windstillen Herbstmorgens ist, um auf Hecht, Zander & Co. zu gehen. Wer sich beispielsweise nicht scheut, sich auf dem Gelände der ehemaligen Jagdresidenz von Erich Honecker als Sportangler zu betätigen, fühlt sich möglicherweise zum Drewitzer See hingezogen. Maränen, Karpfen, Hechte, Aale und viele andere Fischarten lassen sich hier fangen. Am Nordufer liegt Drewitz, am Südufer befindet sich die Ortschaft Alt Schwerin, 10 Kilometer südlich davon die Stadt Malchow. Mitten im Naturschutzgebiet „Drewitzer See mit Lübbowsee und Dreiersee“ gelegen, ist der Drewitzer See Teil des Naturparks Nossentiner Schwinzer Heide.

Hier darf ausschließlich vom Ruderboot aus geangelt werden. Wer gegen die Vorschriften verstößt, kann mit kostspieligen Verwarnungen rechnen. Das Tauchen ist im Drewitzer See untersagt, und gebadet werden darf nur an bestimmten Stellen. Bei Anglern ist das Wasser des Sees für seine hervorragende Qualität bekannt. Seine landschaftliche Lage ist besonders schön, denn das Gewässer ist umgeben von Feuchtwiesen und Mooren sowie von weitäumigen Wäldern. Dieses ökologische Gleichgewicht zu erhalten, haben sich die Naturschützer zur Aufgabe gemacht. Diese umfasst auch die Verpflichtung, die außergewöhnliche Vielfalt von Unterwasserpflanzen im Drewitzer See wie z. B. unterschiedliche Armleuchteralgen zu schützen. Aufgrund verschiedener Buchten und Halbinseln wird der See in verschiedene Becken unterteilt, die durchschnittlich um 10 Meter tief sind. Im südlichen Teil des Sees wird die maximale Tiefe des Gewässers von 31 Metern erreicht. Der gute Fischbestand ermöglicht Fänge von schweren Barschen, Brassen und Karpfen sowie Hechten und Aalen. Am Drewitzer See können die Schonzeiten von den sonst ortsüblichen abweichen. Boote liegen zum Verleih bereit, und Angelkarten sind in Alt Schwerin erhältlich.

Ferienhäuser an der Mecklenburgischen Seenplatte

–fb