Angler-Seiten – Die Seiten für den Angler

Die Seiten für den Angler – Alles über das Angeln – Von Anglern für Angler

5. Mai. 2010

Die Urlaubszeit steht vor der Tür, das bedeutet das viele Angler neue Reviere entdecken können. Oft verbindet man den Urlaub den man z.B. in einem südeuropäischen Land verbringt, nicht mit Angeln, sondern eher mit Sonne und Strand. Aber eins wissen wir: „Wo Wasser ist, sind auch meist Fische“ – und warum sollte man immer nur am Strand liegen, wenn man doch auch mit der Angelrute dem schönsten Hobby der Welt frönen kann. Wer also nicht in der Heimat Urlaub macht, sondern sich aufmacht in Spanien, Italien, Griechenland oder der Türkei die schönsten Tage des Jahres zu verbringen, der sollte nicht vergessen eine Angelrute ins Gepäck zu legen. Als erstes Land kommt Spanien zur Sprache, immer noch eines der Top-Urlaubsländer für deutsche Touristen, bietet Spanien eine Menge Potential auch für Angler. Ob nun am Fluss, See oder am Meer, in Spanien findet jeder Angler das richtige Revier und mit Sicherheit auch den ein oder anderen Fisch.

In Spanien darf jeder angeln, der einen Angelschein besitzt. Für die Ausstellung des Angelscheins sind die ICONA-Provinzbehörden zuständig (Agencia de Medio Ambiente). Die Adressen von ICONA kann man bei den Fremdenverkehrsämtern erfahren. Die Angelscheine unterscheiden sich nach Art des Fischens, da in Spanien drei unterschiedliche Arten von Sportfischerei ausgeübt werden können: Fluss-, See- und Unterwasserfischen.

Die Flussfischerei ist am verbreitetsten. Sie wird entlang der knapp 75.000 km Flussläufen der unterschiedlichen spanischen Flüsse ausgeübt. Hier gibt es ein breites Spektrum von Fischarten: Lachs, zahlreiche Forellen verschiedener Arten, ebenfalls sehr zahlreiche Hechte und sogar den Stör, der im Guadalquivir gefangen werden kann. Außerdem gibt es Fischarten, die man nur in Spanien finden kann, zum Beispiel den Samarugo, den Gambusia und das Neunauge. Weit über Spanien hinaus bekannt unter Anglern ist der Ebro und der Riba-Roja Stausee. Diese Gewässer locken mit kapitalen Welsen, Zandern, Schwarzbarschen und Wildkarpfen.

Die Seefischerei kann man an den drei Küsten Spaniens ausüben: Am Mittelmeer, am Atlantik und an der Biskaya, dem kantabrischen Meer, sowohl in Andalusien als auch in Galicien und zwar mit sehr verschiedenen Anreizen. Es bietet sich eine große Auswahl an Fischarten, von den einfachen, zur Familie der Meeräschen gehörenden Fischen, bis hin zu den Thunfischen und den beachtlichen Haien, welche man nahe der Kanarischen Inseln fangen kann. Bei Big-Game-Anglern werden die Kanarischen Inseln immer beliebter, weil die Gewässer in den letzten Jahren immer wieder außergewöhnliche Fänge verbucht haben.

An einigen spanischen Küsten kann die Unterwasserfischerei betrieben werden. Dank des klaren Wassers und ihrer felsigen Ufern sind die Küsten Spaniens besonders beliebt.

An der Mittelmeerküste angelt man von den Molen und in den Häfen ähnlich wie in Deutschland im Süßwasser. Leichte Grundbleie und Posen beherrschen das Bild. Für Meerbarben oder Meerbrassen wird 0,16 bis 0,20 mm monofile Schnur und Haken in Größe 6-14 leicht, mit langen Schenkeln genommen. Sind auch Seebarsche zu erwarten, ist es besser, 2-4-er Haken und 0,25 mm monofile Schnur zu nehmen. Als Köder können für Seebarsche Köderfische verwendet werden. Den erhofften Fang können aber auch Tintenfische und sogar Würmer bringen. Die Spinnangler stellen dem Bluefisch oder dem Wolfsbarsch nach. Wobei wiederum die Morgen- oder Abendstunden die interessantesten sind. Die Ausrüstung, die man in Deutschland für die Meerforelle nimmt, ist für Seebarsch genau das Richtige. Für Bluefisch sollte die Rute stabiler, die Rolle sowie die Haken größer sein. 0,50 mm monofile Schnur beziehungsweise 15 kg tragende geflochtene und Stahlvorfach vervollständigen die Ausrüstung. Um den Bluefisch zu erwischen, braucht man natürlich neben Geduld auch den richtigen Köder und die richtige Stelle. Als Köder nehmen die Spanier neben Köderfischen oft auch Calamaris.
Zu beachten ist in Spanien, das man generell nur mit zwei Angelruten fischen sollte. Fang bereite Ruten dürfen niemals unbeaufsichtigt liegen gelassen werden. Und niemals sollte an Badeständen oder in Naturschutzgebieten geangelt werden. Beim angeln in Hafengebieten ist es auch erforderlich das man sich bei den zuständigen Hafenbehörden eine Genehmigung besorgt. Mit diesen einfachen und sinnvollen Regeln steht einem entspannten und Fischreichen Urlaub in Spanien nichts mehr im Wege.

Weitere Informationen rund um Spanien findet man unter: http://www.spain.info

Mehr zu diesem Thema hier:



1 Kommentar »

  1. Jim schreibt:

    Die Nordküste von Spanien ist für das Brandungsangeln ein Paradies. Man muss sich dort auch nicht so durch die Turis kämpfen. VIVA ESPAÑA!

    11. Jun. 2010 | #

Kommentar schreiben

RSS-Feed für diese Kommentare. | TrackBack URI