Mit etwa 18 Millionen Einwohner, das bevölkerungsreichste Bundesland in Deutschland. Etwas mehr als 34.000 Km² ist Nordrhein-Westfalen oder kurz NRW groß, das ist das viertgrößte Bundesland der Republik. In NRW liegen große Städte wie Köln, Dortmund, Essen oder Düsseldorf – die alle mehr als eine halbe Millionen Einwohner zählen. Das sind Zahlen die verdeutlichen das Nordrhein-Westfalen ein aktives und pulsierendes Bundesland ist. Trotzdem gibt es auch hier eine völlig andere, ruhige naturnahe Seite. Mit dem Rhein, der Weser sowie den Flüssen Ruhr, Sieg, Wupper, Lippe und Ems besitzt NRW einige der interessantesten Flüsse die man sich als Angler wünschen kann. Zu diesen guten Angelmöglichkeiten in den großartigen Fließgewässern kommen noch fast 70 Talsperren hinzu. Hierzu gehören bekannte Gewässer wie Möhnetalsperre, Sorpesee, Rurtalsperre oder Biggesee. Bei knapp 1,8 Prozent Wässerfläche auf die Gesamtfläche gerechnet, hat NRW einige der bekanntesten Angelgewässer Deutschlands. Nicht nur auf Grund dieser guten Gewässer, zählt NRW mehr als 250.000 aktive Angler, von denen ca. 130.000 in Vereinen organisiert sind. Diesen Sportlern steht ein starker Verband und ein kompetentes Regelwerk zur Seite.
Berlin: Nicht nur Hauptstadt der Republik und größte Stadt Deutschlands, sondern auch ein interessantes Revier für Sportangler. Die Stadt Berlin hat sich seit dem Jahr 1995 zur Aufgabe gemacht ihren Bürgern das Angeln weiträumig zu ermöglichen, hierfür wurden Gesetze und Regelungen angepasst und geändert. Heute haben die Berliner Angler, die sich auch gerne Stadtangler nennen eine breite Auswahl von Angelmöglichkeiten in verschiedenen Seen, Kanälen und Flüssen. Wer in Berlin angeln möchte, muss zwei Dinge bei sich haben, zum einen den Fischereischein und eine Angelkarte für das Gewässer das beangelt werden soll. Im Anschluss einmal die wichtigsten Gesetze, Regelungen und Adressen für das Angeln in Berlin.
Angeln in Berlin: Adressen und Gesetze
Für viele Angler ein unbeschriebenes Blatt in der Angellandschaft Deutschlands – das Bundesland Sachsen-Anhalt. Zwar ist im Vergleich zu anderen Bundesländern der Anteil der Wasserfläche mit etwa 1,7 Prozent recht gering, aber dennoch gibt es in diesem Bundesland einige gute Gewässer, hier in der Hauptsache Fließgewässer. Zu den wichtigsten dieser Gewässern zählt, mit einer Länge von 303 km die Elbe, hinzu kommen ihre Zuflüsse, wie die Schwarze Elster, die Mulde, die Saale und die Havel. Gegenwärtig werden etwa 47 Prozent der Gesamtwasserfläche Sachsen-Anhalts fischereilich genutzt, davon ca. 10.000 ha als reine Angelgewässer. In Sachsen-Anhalt gibt es gegenwärtig etwas mehr als 60.000 Angler, von denen 48.000 im Landesanglerverband Sachsen-Anhalt e.V. organisiert sind.
Brandenburg ist mit mehr als 3.000 natürlichen Seen und über 33.000 Kilometer Fließgewässern, das wasserreichste Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Zu den natürlichen Seen gibt es noch eine sehr große Anzahl von künstlich angelegten Gewässer, wie Teiche, Baggerseen, Talsperren und Seen aus dem Tagebau. Im Bereich der Fließgewässern finden sich neben der Oder, der Elbe, der Havel und der Spree auch sehr viele kleine und kleinste Flüsse und Bäche. Brandenburg ist also für Angler das ideale Revier um ihrem Sport nachzugehen, das beweisen schon die Zahlen – Etwas mehr 140.000 aktive Angler werden im Land Brandenburg aktuell gezählt, von denen etwa 80.000 im Landesanglerverband organisiert sind. Zu diesen beachtlichen Zahlen kommt es sicherlich auch durch die Brandenburger Regel “Friedfischangeln ohne Fischereischein”, die es seit dem 1. August 2006 erlaubt ohne Fischereischein zu Angeln. Wer auf Brassen, Rotaugen oder andere Friedfische angeln möchte, kann dies mit einer in der Nachweiskarte eingeklebten Fischereiabgabenmarke, einer Angelkarte für das Gewässer und Ausweispapieren, machen. Möchte man allerdings auch auf Raubfisch angeln, wird eine Fischereiprüfung notwendig. Wie alle deutschen Bundesländer, hat auch Brandenburg Gesetze und Verordnungen die das miteinander von Natur, Fischen und Anglern regelt, die wichtigsten Informationen findet ihr hier.
Von der Fläche her das kleinste Bundesland, hat Bremen und Bremerhaven doch einiges für den Angler zu bieten, so ist es in Bremen möglich in einigen Gewässern direkt im Tiedenbereich zu angeln. Da die Hansestadt Bremen und Bremerhaven geprägt sind von Handel und besonders von der Schifffahrt, findet man an allen Ecken und Kanten Wasser. Eine Besonderheit bietet das Bundesland Bremen für seine Bürger, jeder in Bremen gemeldete Bürger, der das 18. Lebensjahr vollendet hat, darf unter Beachtung der Binnenfischereiverordnung, mit zwei sogenannten „Stockangeln“ in der bremischen Weser und der Lesum bis zur Burger Brücke angeln. Diesen Stockangelschein, der nur für die bremische Weser gültig ist, bekommt man gegen eine Gebühr beim Stadtamt. Gäste der Hansestadt Bremen können mit gültigen Fischereischein Gastkarten für die Bremer Gewässer erwerben.
Für Angler ist Mecklenburg-Vorpommern eines der interessantesten Bundesländer, in denen Sie ihr Hobby ausüben können. Ein gutes Angelrevier ist die Mecklenburger-Seenplatte, die aus vielen zusammenhängenden Seen und Wasserstraßen besteht, ein anderes Top-Gewässer ist die Oder und deren Nebengewässer. Nicht zu vergessen ist die wirklich hervorragende Ostseeküste des Landes. Es gibt in der Ostsee, neben der Möglichkeit zum Brandungsangeln, im westlichen Teil, auch in den Inselbereichen und Bodden im östlichen Teil, die Chance auf kapitale Hechte und andere Fischarten die sich im Brackwasser wohlfühlen. Eine breite Auswahl von Angelkuttern, die in vielen Häfen von Mecklenburg-Vorpommern vor Anker liegen, komplettieren das erstklassige Angebot für Angler. Im Gegensatz zu Schleswig-Holstein wird für das Angeln an den Küsten des Landes eine Angelerlaubnis verlangt. Eine Angelerlaubnis für die Küstengewässer kann bei der oberen Fischereibehörde, sowie bei einigen Angelgeschäften, bei Fremdenverkehrs- und Kurverwaltungen in der Küstenregion unter Vorlage eines gültigen Fischereischeins erworben werden. Auch gibt es anderes als in Hamburg oder Schleswig-Holstein in Mecklenburg-Vorpommern keine freien Gewässer, alle Angelreviere sind entweder Verpachtet oder unterliegen der Aufsicht von Land oder Kommunen.
Mit der Ostfriesischen Nordseeküste, den Flüssen Weser, Ems und Elbe, sowie einigen sehr schönen Seen besitzt das Bundesland Niedersachsen viele erstklassige Angelplätze. Niedersachsen bietet einem Angler vielerlei Gelegenheiten seinem Hobby zu frönen, wie in den meisten Bundesländern wird auch hier durch Gesetze die Natur geschützt und die Rechte des Anglers geregelt. Im Niedersächsischen Fischereigesetz, den Verordnungen über das Angeln in Binnen- und Küstengewässern findet man alle wichtigen Fangbeschränkungen, Mindestmaße, Schonzeiten und Schutzgebiete. Im Anschluss sind die wichtigsten Gesetzestexte und Verordnungen gelistet.
Verordnung über die Fischerei in Binnengewässern (Binnenfischereiordnung)
Niedersächsische Küstenfischereiordnung (NKüFischO)
Niedersächsisches Fischereigesetz (Nds.FischG.)
Ausführungsbestimmungen zum Niedersächsischen Fischereigesetz
Verordnung über die Fischerei in Binnengewässern (Binnenfischereiordnung)
Niedersächsische Küstenfischereiordnung (NKüFischO)
Niedersächsisches Fischereigesetz (Nds.FischG.)
