Der Lachs ist leider immer noch in Deutschland ein recht seltener Fisch, obwohl die Angelvereine und Angelverbände durch gezielten Besatz und Renaturierung von Bächen und Flüssen den Bestand heute wieder in Bereiche gebracht haben die einen hoffen lassen. Sicher ist es ein Traum so einen Fisch zu fangen, aber als verantwortungsbewusster Angler sollte man einen solchen Fisch immer schonend zurücksetzen. In den meisten Bundesländern ist dieser Fisch glücklicherweise Ganzjährig geschützt. Aber die Bestände in Skandinavien sind bis heute recht gut, hier lässt sich so ein Traumfisch mit Glück und Können erbeuten.
Dieser Salmonide ähnelt sehr stark der Meerforelle. Er lässt sich durch fünf Merkmale klar unterscheiden.
- Kiemendeckel bei der Meerforelle spitz, Kiemendeckel und Unterkiemendeckel stoßen beim Vorkiemendeckel zusammen, beim Lachs stehen diese auseinander.
- Beim Lachs ist die Schwanzflosse eingebuchtet, der Schwanzstiel länger und schlanker.
- Die vordere Platte des Pflugscharbeins beim Lachs nicht bezahnt.
- Maulspalte beim Lachs bis hinter das Auge gespalten.
- Der Lachs hat weniger X-Punkte als die Meerforelle.
Trotzdem ist es auch für einen erfahrenen Angler immer noch schwer diese beiden Fische auseinander zu halten. Die folgende Beschreibung kann sicher helfen diesen Fisch besser zu bestimmen.
Merkmale:
Seitlich angeflachter, Torpedo-förmiger Körper, Erwachsene Fische haben einen blaugrau gefärbten Rücken, die Flanken sind heller und haben dunkle X-förmige Zeichnungen. Jung-Lachse weisen eine Färbung auf, die der Bachforelle entspricht und werden mit diesen oft verwechselt. Beim Männlichen Lachs verlängert sich zur Laichzeit der Unterkiefer deutlich, dies ist dann der sogenannte Laichhaken. Die Körperseiten färben sich zur Laichzeit rötlich und bekommen rote Punkte, das typische Laichkleid der Milchner. Wie alle Salmoniden hat der Lachs eine Fettflosse vor der Schwanzflosse.
Lebensraum & Verbreitung:
Der Atlantische Lachs kommt, wie der Name schon sagt, im Nord-Atlantik und seinen Randmeeren vor. Vom Nordrand der Iberischen Halbinsel bis zum Nordpolarmeer und entlang der Nordamerikanischen Küsten. In allen diesem Gebieten angegliederten küstennahen Flusssystemen kommt oder kam dieser Fisch vor.
Vermehrung:
Der Lachs ist ein Anadromer (aufsteigender) Wanderfisch, der zur Laichzeit vom Meer in die Flusssysteme vor stößt. Die Lachse laichen im Herbst/Winter (September bis Februar) in kiesigen abschnitten der Flüsse. Im gegensatz zu Meerforellen fressen die Lachse im Süßwasser nicht und deswegen ist die Sterberate nach dem Laichen hoch. Im April – Mai schlüpft die Brut und verbleibt bis zu fünf Jahre im Fluss.
Nahrung:
Der Lachs ist ein Aktiver Räuber, der im Meer jagd auf Fische macht, aber sie fressen auch Krebse und anderes das sie erbeuten können. Die Jungfische im Fluss, fressen wie ihre Verwandten, die Bachforelle oder die Meerforelle, Insektenlarven und Kleinfische.
Größe & Alter:
Es sind Größen von 150 cm bei männlichen und 120 cm bei weiblichen Lachsen bekannt. Gewichte über 40 Kilogramm können erreicht werden. Der älteste gemeldete Lachs war 13 Jahre alt. Der Durchschnitt liegt aber wohl unter diesen werten.
Angelköder:
Kunstköder, Wobbler, Spinner, Blinker
Köderfisch, Fischfetzen
Fliege, Streamer
Angelmethoden:
Spinnfischen
Schleppangeln (Trolling)
Fliegenrute
Gute Fangplätze:
Schweden: Göta-Alv, Vänern, Küstennahe Flüsse

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