Die Bachforelle (Salmo trutta forma fario) gehört zu den, von den Meerforellen abstammenden, im Süßwasser lebenden Fischen, zu denen auch die Seeforelle gehört. Wie der Name schon sagt, kommt die Bachforelle zumeist in Bächen und in Sauerstoffreichen Flüssen vor, wobei sie aber auch in einigen klaren und kalten Seen lebt. Neben Saiblingen und Regenbogenforellen bildet die Bachforelle eine der wichtigsten Zielfischarten für die Fliegenfischerei. Durch die Einführung der Regenbogenforelle, ist die Bachforelle durch den starken Konkurrenzdruck, in vielen Gewässern auf dem Rückzug, nur durch stetigen Besatz kann die Population gehalten werden. Weil die Bachforelle höhere Anforderungen an, Wasserqualität und Lebensraum stellt, wird sie häufig von der Regenbogenforelle aus ihren angestammten Gebieten verdrängt.
Merkmale:
Die Bachforelle besitzt einen torpedoförmigen, lang gestreckten Körper, eine stumpfe Schnauze und eine tiefe, bis hinter das Auge reichende Maulspalte. Wie alle Forellen, hat auch die Bachforelle eine Fettflosse, die oft rot gesäumt ist. Wichtigstes Merkmal der Bachforelle, sind die schwarzen und Roten Flecken, die meist weiß oder blau umrandet sind. Die Färbung der Bachforelle ist stark vom Lebensraum abhängig und reicht von silbrig, über oliv, bis ins braune.
Lebensraum & Verbreitung:
Bachforellen sind revierbildende, standorttreue Fische, die in der Hauptsache sauerstoffreiche und kühle Gewässer mit Kies- oder Sandgrund, wie Bäche, Auen und sauerstoffreiche Flüsse bewohnen. Die Bachforelle verlässt nur zur Fortpflanzung ihr Revier und kommt auch nach Störungen in der Regel an ihre angestammten Platz zurück. Die Bachforelle kommt in fast gesamt Europa, von Portugal bis zum Wolgabecken, und von Lappland und Island bis in die Türkei vor. Außerdem wurde die Bachforelle in viele weitere Länder der Welt, für Fischzucht oder Fischerei eingeführt.
Vermehrung:
Je nach Verbreitung, ist die Laichzeit der Bachforelle, von Oktober bis April, je höher die Wohngewässer liegen, desto früher laichen die Tiere. Die Bachforelle zieht zum laichen im Strom aufwärts, sie sucht in den flachen Nebengewässern Kies- oder Sandbänke mit schnell fließendem Wasser auf. Die weiblichen Forellen schlagen mit ihrer Schwanzflosse Laichgruben in den Kies und legen in diese dann, pro Kilogramm Körpergewicht etwa 1500 gelblich-orange Eier. Die Männchen befruchten die Brut und bedecken sie mit Kies oder Sand. Die nach etwa 3 bis 4 Monaten geschlüpften Jungfische ernähren sich anfangs aus ihrem Dottersack.
Nahrung:
Die Nahrung der Bachforelle besteht in der Hauptsache aus Insektenlarven, Kleinkrebsen und Schnecken, die größeren Tiere leben dann zunehmend räuberisch und jagen auch kleinere Fische und Amphibien.
Größe & Alter:
Durchschnittliche Bachforellen erreichen Größen von 25 bis 40 cm und Gewichte von bis zu 500 g, unter günstigen Bedingungen kann bis zu 80 cm Länge und 10 kg Gewicht erreicht werden.
Das maximale Alter einer Bachforelle liegt bei ungefähr 10 Jahren.
Angelköder:
Trockenfliege, Nassfliege, Nymphe, Streamer an der Fliegenrute
Kleine Spinner, Blinker, Wobbler oder Köderfische
Angelmethoden:
Fliegenfischen, Spinnangeln, Schleppfischen

[...] den Angler-Seiten gibt es einen schönen und informativen Bericht über die Bachforelle (Salmo trutta [...]
19. Mai. 2008 | #
Sehr schöner Artikel.
15. Mai. 2009 | #