Angler-Seiten – Die Seiten für den Angler

Die Seiten für den Angler – Alles über das Angeln – Von Anglern für Angler

24. Jun. 2008

MeeräscheDie Meeräsche, oder besser die Dicklippige Meeräsche ist einigen vielleicht aus dem Urlaub an der Mittelmeerküste oder der südlichen Atlantikküste von Frankreich, Spanien oder Portugal bekannt, die wenigsten aber wissen das dieser Fisch auch ein Sommergast in unseren Gewässern ist. An unseren Küsten ist die Meeräsche in Häfen, an Molen oder im Bereich der Ostseeförden anzutreffen, früher eher selten, kommt die Meeräsche heute immer weiter östlich in der Ostsee vor. Als ein bulliger, kräftiger Fisch, ist die Meeräsche dennoch sehr scheu und ernährt sich hauptsächlich von Algen und Wasserpflanzen. Zunehmend wird die Dicklippige Meeräsche in den Sommermonaten ein immer beliebterer Angelfisch, mit langer flexibler Angelrute und Schwimmbrot kann auf diesen Fisch geangelt werden. Das Fleisch der Meeräsche ist weiß, fest und sehr schmackhaft, es ist geschmacklich vergleichbar mit Wittling oder Dorade.


Merkmale:
Die Meeräsche hat einen torpedoförmigen, lang gestreckten und kräftigen Körper. Der Rücken der Meeräsche ist graugrün bis bräunlich, die Seiten sind silbern und manchmal mit einem leichten rötlichen Farbton versehen. Auffällig sind bei der Meeräsche, die bis zu 7 grauen längs laufenden Streifen auf den Seiten und die großen Schuppen. Die Oberlippe der Dicklippige Meeräsche ist wulstartig vergrößert und verlieh dieser Art ihren Namen. Die beiden Rückenflossen der Meeräsche sind deutlich von einander getrennt, die vordere besitzt 4 harten Strahlen. Die Brustflossen des Fisches sind auffällig weit oben, am oberen Rand der Kiemendeckel angeordnet und der Kopf ist vorn stumpf und oben abgeflacht.

Lebensraum & Verbreitung:
Die Meeräsche kommt vom Schwarzen Meer, entlang der Mittelmeerküste und der Atlantikküste bis hinauf nach England vor. In den Sommermonaten ist die Dicklippige Meeräsche auch vor den Küsten von Norwegen und den Färöer-Inseln anzutreffen, sie wandert dann in die Nordsee, in das Kattegat und bis in die westliche Ostsee. Bevorzugt trifft man die Meeräsche an steinige Küsten mit viel Algenwuchs, in Häfen und an Molen sowie teilweise in Flussmündungen an. Die Meeräsche ist ein Fisch der immer in Küstennähe zu finden ist.

Vermehrung:
Die Laichzeit der dicklippigen Meeräsche ist im späteren Frühjahr. Sie laicht in unmittelbarer Küstennähe, in der die Eier dann direkt über dem Grund schweben können. Nach etwa einer Woche schlüpfen die Jungfische, die sich von Plankton ernähren. Die jungen Meeräschen wachsen schnell an, nach etwa einem Jahr sind sie schon zwischen 10 und 15 cm lang, mit 4 bis 5 Jahren werden die Fische dann Geschlechtsreif.

Nahrung:
Die Hauptnahrung der Meeräsche besteht aus Algen, im besonderen Kieselalgen, es werden aber auch Wasserpflanzen, Muscheln, Krebse und Insekten genommen.

Größe & Alter:
Die Dicklippige Meeräsche wird im Durchschnitt etwa 30 bis 50 cm lang und ist dann zwischen 1 und 2 kg schwer. Maximal kann sie Längen von bis zu 120 cm und Gewichte bis zu 9 kg erreichen, das aber nur in Bereichen des Mittelmeeres. Das Höchste zu erreichende Alter der Meeräsche wird mit etwas mehr als 15 Jahren angegeben.

Angelköder:
Brotflocke, Wurmstücke, Maden
Fliege oder Nymphe

Angelmethoden:
Da die Meeräsche ein sehr vorsichtiger und scheuer Fisch ist, sollte man die Angelmethode auch dementsprechend darauf ausrichten. Normalerweise angelt man Meeräschen mit Brotflocke und kleiner Wasserkugel, oder mit einem sehr kleinen Spinner der mit Wurmstückchen garniert wird.
Alternativ dazu kann man, wenn die Meeräschen eher am Grund Nahrung aufnehmen, die Wasserkugel voll laufen lassen und den Köder über Grund anbieten. Um an weiter entfernte Meeräschen heran zu kommen, kann man mit einem Sbirolino, kleine Köder auf die nötige Entfernung bringen. Um die Meeräschen an den Angelplatz zu locken, oder sie dort zu halten, ist es gut mit Brotflocken oder Partikelköder anzufuttern.

Gerätetipps:
Leichtes Geschirr mit kleinen und sehr scharfen Haken ist für das Angeln auf Meeräschen zu empfehlen. Eine Sbirolinorute, die für das Angeln am Forellensee gedacht ist, erfüllt hier fast perfekt ihren Zweck. Wichtig ist es das die Bremse optimal eingestellt ist und die Rutenspitze weich genug ist, damit die Haken beim Drill nicht aus dem sehr weichen Maul der Meeräsche ausschlitzen. Als Angelschnur ist eine 0,20er oder 0,22er Monofile Schnur mit reichlich Dehnung zu empfehlen, als Vorfach dann dementsprechend eine Schnurstärke von 0,16 oder 0,18 und dazu einen Haken der Größe 8 bis 12.

Anmerkung:
Die Dicklippige Meeräsche ist ein kampfstarker, vorsichtiger und sehr wohlschmeckender Fisch der nur im Sommer zu uns kommt, nutzt also die Gelegenheit auf diesen hervorragenden Fisch zu angeln!

fb

Mehr zu diesem Thema hier:



4 Kommentare »

  1. Dieter Maiyer schreibt:

    Habe die Meeräsche dieses Jahr das erste mal in natura gesehen! Wir waren in Kiel bei der Kieler Woche und da sind die Meeräschen zwischen die Booten am Hafen herrum geschwommen – Was für Brocken! Das waren bestimmt 5 oder 6 Stück und jede Meeräsche hat bestimmt 3 oder 4 Kilo gewogen!! Müsste ich nicht 4 Stunden nach Kiel fahren, würde ich da mal angeln!

    28. Jun. 2008 | #

  2. Thomas Oestmann schreibt:

    Die hier in Damper Hafen schwimmenden meeräschen sind nicht von schlechten Eltern nur das angeln im Hafen ist verboten hier im Hafen schwimmen so ca 40-60 Stücke herum alle so ca 30-70 cm lang

    20. Jun. 2010 | #

  3. Gerhard schreibt:

    Kennt jemand Angelplätze in Schleswig-Holstein an denen man die Meeräschen angeln kann? Das man in Damp nicht angeln darf wusste ich zum Beispiel gar nicht 🙁 Es muss aber doch Angelstellen geben an denen ich mal versuchen kann auf diese interessanten Fische zu angeln.
    petri heil wünscht gerhard

    20. Jun. 2010 | #

  4. » Angeln im Urlaub: Griechenland |Angler-Seiten schreibt:

    […] werden jedoch an der Küste angeln gehen, und das auch mit sehr guten Grund, denn Meeräschen, Meerbrassen und Stachelmakrelen geben ein lohnenswertes Ziel ab. Also wer jetzt noch nach […]

    2. Aug. 2010 | #

Kommentar schreiben

RSS-Feed für diese Kommentare. | TrackBack URI