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4. Aug. 2008

Europäische ÄscheDie Äsche ist ein beliebter Angelfisch, besonders für Fliegenfischer, da die Äsche durch ihre Vorsicht, Schnelligkeit und Kraft dem Angler all sein Können abfordert. Die Äsche, die im englischen Grayling genannt wird, ist verwandt mit Forellen und Lachsen, gehört also zu den Salmoniden, was unschwer an der Fettflosse zu erkennen ist. Herausragendes Merkmal der Äsche ist die extrem große und farbig gebänderte Rückenflosse, die auch wegen ihrer Form und Größe Fahne genannt wird. Lebensraum der Äsche ist in der Hauptsache die so genannte Äschenregion, die unterhalb der Forellenregion zwar noch starke Strömung voraussetzt, aber im Gegensatz zu dieser etwas ruhiger ist. Als Speisefisch ist die Äsche durch ihr festes, aromatisches Fleisch beliebt, der typische Geruch nach Thymian, der ein besonderes Merkmal der Äsche ist, verschwindet leider bei der Zubereitung.


Merkmale:
Der Körperbau der Europäischen Äsche ist wie bei anderen forellenartigen, lang gestreckt und seitlich etwas abgeflacht. Der gesamte Kopf und besonders das oberständige Maul sind klein und spitz. Die Schuppen der Äsche sind relativ klein und haben eine fast sechseckige Form. Die Färbung auf der Oberseite der Äsche ist meist gräulich, grünlich oder leicht bläulich mit grau vermischt, der Bauch und die Flanken sind hell, silberfarben mit kleinen schwarzen unregelmäßig verteilten Punkten. Besonderes Merkmal ist die große farbig gebänderte Rückenflosse die auch als Fahne bezeichnet wird, weil sie im Gegensatz zu anderen Fischarten auffallend lang ausgeprägt ist. Wie bei allen Salmoniden befindet sich die Fettflosse der Äsche zwischen der Rückenflosse und der Schwanzflosse, wobei bei der arktischen Äsche (Thymallus arctica) die Rückenflosse fast an die Fettflosse heran reicht. Bei der männlichen Äsche ist die Rückenflosse größer ausgebildet als bei der weiblichen, sie ist auch stärker nach hinten gezogen, was den Charakter einer Fahne betont. Die Schwanzflosse ist deutlich eingekerbt, die Bauchflossen meist rötlich gefärbt.

Lebensraum & Verbreitung:
Die Äsche ist über fast ganz Europa verbreitet, sie fehlt auf der iberischen Halbinsel, in Süditalien, Griechenland, dem Balkan und Südfrankreich, ebenso fehlt sie in Irland und in vielen Flüssen der mitteleuropäischen Tiefebene. Durch Besatzmaßnahmen wurde die Äsche jedoch in viele Gebiete eingebürgert, besonders in den dänischen Auen und in einigen norwegischen Flüssen hat sich ein stabiler Äschenbestand entwickelt. Die Äsche lebt in sauerstoffreichen, kühlen Bächen sowie in kleineren Auen und Flüssen. Die Äsche wechselt ihre Standorte selten, ist aber nicht an Unterstände gebunden, sie bevorzugt sandige, kiesige Stellen, an denen Stromschnellen mit träge fließendem Wasser abwechseln.

Vermehrung:
Die Lachzeit der Äsche liegt je nach Wassertemperatur zwischen März und Ende April. Optimal für das Laichgeschäft der Äsche ist ein sandiger oder kiesiger Boden mit verhältnismäßig starker Strömung und Wassertiefen von maximal 50 cm, bei Wassertemperaturen ab acht Grad Celsius. Das Weibchen der Äsche legt kleine Vertiefungen im Kies oder Sand an, die mit den gut vier Millimeter durchmessenden Eiern gefüllt werden. In der Laichzeit bewachen und verteidigen die Männchen die Laichplätze gegen Eindringlinge und zeigen ein starkes Revierverhalten. Der Schlupf der Laven erfolgt je nach Wassertemperatur nach etwa drei bis vier Wochen.

Nahrung:
Die Hauptnahrung der Äsche besteht aus Larven verschiedener sich im Wasser entwickelnder Insekten und anderen Kleintieren, auch Fluginsekten werden von oder über der Wasseroberfläche genommen. Größere Äschen fressen manchmal auch Kleinfische, Jungfische oder Brut.

Größe & Alter:
Die Europäische Äsche erreicht durchschnittlich eine Länge von 30 bis 45cm, einige Exemplare können auch bis zu 60 cm lang werden. Das normale Körpergewicht einer Äsche liegt zwischen 500g und 1.500g, selten werden bis zu 3 kg erreicht. Das maximale Alter einer Äsche wird mit 8 bis 10 Jahren angegeben.

Angelköder:
Nassfliegen, Trockenfliegen, Streamer, Nymphen, Mückenlarven, Insektenlarven, kleine Spinnköder, Wurm

Angelmethoden:
Fliegenfischen, treibende Pose mit kleinen Naturköder, Spinnfischen mit sehr kleine Spinnködern, über Grund gezupfter Wurm am leichten Bodenblei.

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