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22. Okt. 2007

Der Karpfen (Cyprinus carpio)Das Angeln auf Karpfen ist eine Passion und hat eine eigene Angelkultur entwickelt, es gibt eigens Ruten, Rollen, Stühle und Zubehör die extra für das Angeln auf Karpfen entwickelt worden sind. Der Karpfen an sich, ist ein recht grätenreicher Weißfisch, der wegen seinem schmackhaften Fleisch und seinen teilweise immensen Wuchs von vielen als der König der Friedfische angesehen wird. Der ursprünglich aus Asien stammende Karpfen, wurde schon durch die Römer nach Europa gebracht und kultiviert. Von Mönchen wurde er im Mittelalter in ihren Klöstern als Nahrungsreserve gehalten, hieraus ging die heutige Teichwirtschaft hervor. Auch heute noch gibt es viele Karpfenzuchtbetriebe, besonders im südosten Deutschlands, Tschechien, Österreich, Ungarn und Polen gibt es teilweise große Zuchtgebiete. In diesen Bereichen gibt es aber auch einen großen Bestand wildlebender Karpfen.


Merkmale:
Der Karpfen hat eine hochrückige, gedrungene und füllige Körperform, einen Buckel nach dem Kopf, lange Rückenflosse, ein endständiges, unbezahntes und vorstülpbares Maul. Er hat 4 Barteln, davon 2 auf der Oberlippe und je 1 in den Maulwinkeln. Der Rücken ist meist braungrün, die Flanken bräunlich mit Messingglanz, der Bauch heller. Die Flossen bräunlich bis graugrün und die bauchseitigen Flossen teilweise mit rötlichem Ton. Der Karpfen kommt in verschiedenen Zuchtformen vor, die durch die lange Kultivierung entstanden sind. Zum einen gibt es den schuppenlosen Lederkarpfen und die Spiegelkarpfen und Zeilenkarpfen, die nur einige Reihen Schuppen haben, die teilweise vergrößert sind. Dann gibt es noch die Schuppenkarpfen, die ihren Ahnen am nächsten kommen, aber hochrückiger sind.

Lebensraum & Verbreitung:
Ursprünglich aus den Flusssystemen des Schwarzen und des Kaspischen Meeres stammend, ist der Karpfen heute in fast gesamt Europa beheimatet. Mit Ausnahme vom nördlichen Skandinavien kommt dieser Fisch in vielen Seen, Teichen, Weihern und ruhigen Flussabschnitten vor. In großen Teilen der Erde wurde der Karpfen als Zucht- und Teichfisch eingeführt und weiter Kultiviert, nur in Australien hat der Karpfen den Status eines Schädlings eingenommen. Außerhalb der Zuchtanlagen und Teichwirtschaften, kommt der Karpfen in warmen, stehenden oder langsam fließenden Gewässer mit Pflanzenwuchs und weichem Bodengrund vor. Der Karpfen hält sich tagsüber meist in tieferen Gewässer bereichen oder in Verstecken auf, erst bei Einbruch der Dämmerung wird er aktiv und beginnt mit der Nahrungsaufnahme. Karpfen sind Schwarmfische, die an den tiefsten Stellen den Winter überdauern und in dieser Zeit keinerlei Nahrung zu sich nehmen. Bei Gewässern die im Sommer längere Zeit Temperaturen von über 20° C halten, wächst der Karpfen zu enormen Größen heran und hat eine sehr gute Vermehrungsrate.

Vermehrung:
Laichzeit der Karpfen ist von Mai bis Juli, bei einer Wassertemperatur von mindestens 18 – 20 °C. Die Eizahl liegt bei etwa 200.000 – 300.000 pro Kilo Körpergewicht des Weibchens. Der normale Durchmesser der Eier nach dem Aufquellen beträgt ca. 1,6 mm. Das Ablaichen erfolgt an ruhigen, seichten, pflanzenreichen Uferstellen in mehreren Portionen, der Schlupf der Larven erfolgt dann nach etwas 3 bis 5 Tagen.

Nahrung:
Als Nahrung dienen vorwiegend Bodentiere wie Würmer, Schnecken, Muscheln, Kleinkrebse und Insektenlarven, die durch Vorstülpen des Maules aufgenommen werden.

Größe & Alter:
Die durchschnittliche Größe liegt bei etwa 35 bis 50 Zentimeter mit circa 2 bis 3 Kilogramm Gewicht. Es sind aber auch Längen von 120 cm und Gewichte über 30 Kilo möglich. Das maximale Alter wird mit 50 Jahren unter idealen Voraussetzungen angegeben.

Angelköder:
Boilie, Mais, Hundekuchen, Brot, Teig, Früchte, Wurm, Kartoffel, Mehlwurm, Made

Angelmethoden:
Posenangeln, Grundangeln

Anmerkungen:
Beim Angeln auf Karpfen wird in der Regel angefüttert, um den Fisch an den Angelplatz zu bekommen, oft wird schon hier der Fehler begangen zuviel oder falsches Futter anzubieten, einige Boilies und etwas Partikelfutter reichen meist schon aus um den Karpfen an den Angelplatz zu locken.

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2 Kommentare »

  1. Angelköder: Regenwurm, Tauwurm, Dendrobena, Mistwurm | Angler-Seiten schreibt:

    [...] müssen. Zielfische dieser Wurmköder sind fast alle Friedfische, besonders aber Schleien, Karpfen und Brassen, außerdem Forellen, Barsche und [...]

    20. Jun. 2008 | #

  2. Mario schreibt:

    Na da bin ich doch mal auf der richtigen Seite, endlich mal was über´s Alter meiner Lieblinge gefunden. Danke!!

    Übrigens das ist Weltrekord ,leider nicht mehr unter den Lebenden!

    Gruß Mario

    6. Dez. 2008 | #

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