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23. Feb. 2008

Der Kaulbarsch - FischkundeViele werden den Kaulbarsch nicht unbedingt als Angelfisch bezeichnen, aber wenn man einmal an einem Fluss im Tiedenbereich der Nordsee oder in den Ausgesüßten Boddengewässern geangelt hat, wird feststellen das der Kaulbarsch sehr wohl ein Angelfisch ist, ob man will oder nicht. Sehr häufig trifft man auf größere Schwärme von Kaulbarschen, die es einem schwer machen den eigentlichen Zielfisch zu erbeuten. Ob man nun mit der Grundrute und Wurm auf Aal geht oder mit dem Twister auf Zander angelt, mit Sicherheit wird sich auch der ein oder andere Kaulbarsch am Haken wiederfinden. Da der Kaulbarsch recht klein bleibt, wird er auch nicht als Speisefisch genutzt, obwohl sein Fleisch durchaus wohlschmeckend ist. Alles in allem wird der Kaulbarsch von Anglern eher ungern gesehen, es sein denn als Köderfisch oder als Indikator ob die gewählte Montage oder Köderfarbe richtig ist.


Merkmale:
Der Kaulbarsches ist leicht hochrückig und besitzt eine etwas gedrungene Form, die Schnauze ist spitz und die Stirn breit, das Auge ist groß und ist hoch angesetzt. Der Kiemendeckel vorn zeigt bis 7 kurze Dornen, der hintere charakteristisch einen langen Dorn. Die Seitenlinie des Kaulbarsches reicht nicht ganz bis zur Schwanzflosse. Der Kaulbarsch besitzt barschtypisch zwei Rückenflossen, die aber miteinander verwachsen sind und trotzdem als zwei Flossen zu erkennen sind. Die vordere Rückenflosse besitzt im Gegensatz zur hinteren Hartstrahlen. Die Oberseite und Flanken sind oliv- bis grüngrau gefärbt und besitzen verteilt dunkle Flecken, der Bauch ist weiß bis hellgrün. Auf der Rücken- und der Schwanzflosse sind oftmals dunkle Reihen und Flecken sichtbar.

Lebensraum & Verbreitung:
Der Kaulbarsch ist anpassungsfähig, kommt aber in der Hauptsache den Brackwasserzonen von Flüssen der Nordsee und der Ostsee vor. Anzutreffen ist er aber auch in fast der gesamten südlichen und östlichen Ostsee und in einigen größeren Seen. Die Westliche Grenze der Verbreitung des Kaulbarsches ist das Nordöstliche Frankreich, östlich reicht sein Verbreitungsgebiet bis nach Sibirien. Er fehlt auf der Iberischen Halbinsel, in Italien, dem südlichen Balkan, Irland, Schottland und Norwegen.

Vermehrung:
Die Laichzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai bei durchschnittlichen Wassertemperaturen von 10 – 15 ° C. In oftmals großen Schwärmen laichen die Kaulbarsche gemeinsam an flachen Uferbereichen. Hierbei werden die Eier in gallertigen Schnüren oder in Klumpen vorwiegend an Steinen abgelegt. Aus den schmutzig-gelben, klebrigen Eiern schlüpfen nach ca. 5-15 Tagen die Larven.

Nahrung:
Der Kaulbarsch ernährt sich als Bodenbewohner von Insektenlarven, Flohkrebsen, Würmern und Fischlaich.

Größe & Alter:
Kaulbarsche bleiben klein und werden durchschnittlich etwa 10 bis 20 cm lang und wiegen dann zwischen 50 und 100 Gramm. Größere Exemplare werden bis 30 cm lang und 250 Gramm schwer.

Angelköder:
Würmer, Maden, Fischfetzen, kleine Blinker und Spinner.

Angelmethoden:
Alle Arten die im Lebensraum des Kaulbarsches fängig sind, fangen auch den Kaulbarsch.

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