Wie der Thunfisch gehört auch die Makrele zu der Scombridae, also den Makrelen- und Thunfischartigen. Zu dieser Gruppe von Fischen zählen auch der Bonito, der Wahoo, sowie alle Makrelenarten wie Stachelmakrele oder Königsmakrele, und die Thunfischarten wie Gelbflossenthune. Die Makrele ist ein typischer Hochseefisch der fast sein gesamtes Leben auf offener See verbringt. In großen Schwärmen lebend, kommt die Makrele nur im Sommer und zur Laichzeit in die Nähe der Küste. Perfekt angepasst an seine Lebensweise, ist die Makrele extrem Stromlinienförmig und auf Geschwindigkeit und Wendigkeit optimiert. Kleine sehr glatte Schuppen überziehen den Körper der Makrele, kleine Brust und Rückenflossen bieten die nötige Stabilisierung, haben aber einen geringen Wasserwiderstand der beim anlegen an den Körper durch kleine Mulden noch verbessert wird. Die recht große sichelförmige Schwanzflosse wird durch die starken mit Fett durchzogenen Muskeln für den schnellen Antrieb genutzt. Vor dieser Schwanzflosse sind noch eine reihe kleinerer Flossen entlang der Schwanzwurzel angeordnet die zusätzliche Stabilität verleihen. Das große durch eine Gallertschicht geschützte Auge verleiht der Makrele bei der Jagd die nötige Sicht. Markantestes Merkmal der Makrele ist aber die streifenartige Zeichnung auf grünblauem Grund, die sich über den Rücken zieht.
Zwei Dinge zeichnen die Makrele aus, zum einen ist es das fehlen der Schwimmblase, die ihnen ermöglicht die Wassertiefe blitzschnell zu wechseln. Die andere Besonderheit der Makrele ist die Fähigkeit die Körpertemperatur über der Temperatur des Wassers zu halten, was ihnen eine bessere Durchblutung und Kraftausnutzung der Muskeln ermöglicht. Die Makrele kommt bei uns in der Hauptsache in der Nordsee vor, ist aber manchmal auch in der Ostsee anzutreffen, aber dann eher im Kattegat und Öresund. Die Makrele ist dank ihres Fettreichen und sehr wohlschmeckenden Fleisches ein beliebter Speisefisch. Sie kommt sowohl als Räucherfisch, oder Sauer eingelegt in verschiedenen Formen auf unseren Tisch.
Merkmale:
Die Makrele besitzt eine grünblau schillernde Körperoberseite mit dunklen Streifenmuster, die untere Seite ist silbrig bis weiß. Sie besitzt zwei weit auseinander liegende Rückenflossen, relativ kleine weit vorn liegende Bauchflossen und kleine aber kräftige Brustflossen. Die hinter der kleinen Afterflossen liegenden Flossenstücke zeigen die deutliche Verwandtschaft zu den Thunfischen. Die Makrele hat eine hohe und sichelförmige Schwanzflosse und kleine sehr glatte Schuppen. Sie hat ein großes durch Gallert geschütztes Auge und ein tief gespaltenes Maul.
Lebensraum & Verbreitung:
Die Makrele ist ein Freiwasserfisch der in den Wintermonaten über tieferem Wasser lebt und in den Sommermonaten bei mittleren Wassertiefen und teilweise auch in Küstenbereichen vorkommt. Die Verbreitung der Makrele erstreckt sich über den gesamten Küstenbereich des Atlantiks, sie kommt im Mittelmeer vor und in der Nordsee. In den Sommermonaten kommt die Makrele auch in das Skagerrak, Kattegat und den Öresund.
Vermehrung:
Im späten Frühjahr laichen die Makrelen in Schwärmen an den flachen Hängen des Kontinentalschelfs ab. Die Eier sind mit einem Öltropfen in der Lage im oberen Freiwasser zu schwimmen und innerhalb von 6 bis 9 Tagen schlüpfen die Jungen. Nach der etwa 20 tägigen Dottersackphase folgt ein Jahr in dem die jungen Makrelen Küstennah nach Plankton und Kleinkrebsen jagen. Geschlechtsreife erreichen die Makrelen nach etwa 2 Jahren.
Nahrung:
Makrelen sind Fleischfresser und er ernähren sich Hauptsächlich von tierischen Plankton, Krebstieren, Fischlaich und kleinen Fischen.
Größe & Alter:
Normal sind Tiere von 30 bis 50 Zentimeter, darüber hinaus sind Längen von bis zu 70 Zentimeter eher selten. Die Gewichte können bis zu 2 Kilo erreichen. Das Maximale Alter wird mit 30 Jahren für große Tiere angegeben.
Angelköder:
Kunstköder (Paternoster), Fischfetzen
Angelmethoden:
Makrelenpaternoster, Leichtes Pilkangeln im Mittelwasser, Pose mit Fischfetzen
Anmerkungen:
Beste Angelreviere auf Makrelen sind in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden, wenn man nicht mit dem Boot oder Kutter ausfahren kann, die Häfen, Seebrücken und Tiefwasserrinnen.
