Die Quappe wird im Bodensee Trüsche, in Teilen von Süddeutschland Trische, Rutte, Aalrutte, Aalquappe oder Aalraupe und norddeutsch Quappaal genannt. Die Quappe ist der einzige Vertreter der dorschartigen Fische im Süßwasser, der hier auch laicht. Die Quappe oder Rutte ist durch spezielle Anforderungen und Lebensbedingungen ein eher seltener Fisch und ist in vielen Bundesländern durch Mindestmasse und Schonzeiten geschützt.Weil die Quappe oder Rutte in Forellengewässern früher ein sehr gefürchteter Laichräuber war, wurde sie in einigen Gewässer fast ausgerottet. Heute wird viel für die Arterhaltung und die Verbreitung dieser Fischart getan, so war die Quappe im Jahre 2002 der Fisch des Jahres. Die Quappe ist ein sehr versteckt lebender Fisch, der meist nur Nachts auf die Jagd geht. Deswegen ist er auch bei vielen Angler eine eher unbekannte Fischart. Eine weitere Besonderheit ist, das die Quappe im Winter am aktivsten ist, und so für viele Angler einfach außerhalb der Saison lebt.
Merkmale:
Die Quappe hat einen lang gestreckten Körper, der vorne walzenförmig und hinten seitlich zusammengedrückt ist. Der flache Kopf der Quappe ist breit, das Maul leicht unterständig. Die Quappe hat 2 kleine Barteln an den Nasenlöchern und einen kräftigen Bartfaden am Unterkiefer. Der Rücken und die Seiten der Quappe sind marmoriert mit einer Färbung von gelblichbraun bis olivfarben. Die Unterseite der Quappe ist gelbweiß bis grauweiß. Der Körper der Quappe ist mit winzigen Schuppen besetzt und von einer schleimigen Schicht überzogen. Wie alle dorschartigen hat die Quappe zwei Rückenflossen, wobei die hintere wesentlich länger ist und die Afterflosse einen eher saumartigen Charakter besitzt.
Lebensraum & Verbreitung:
Die Quappe oder Rutte lebt auf der gesamten Nordhalbkugel, in der Hauptsache zwischen dem 42. und 75. Breitengrad. Die Heimat der Quappe sind die klaren und kalten Flüsse und Seen in Mitteleuropa und Nordeuropa. In Deutschland findet man die Quappe zum Beispiel in der Oder und einigen ihrer Nebenflüsse, auch in den großen und tiefen norddeutschen Seen soll es gute Vorkommen geben.
Vermehrung:
Laichzeit der Quappen liegt zwischen Dezember und Februar, teilweise auch schon im November und bis hinein in den März. Bei im Fluss lebenden Quappen erfolgt die Laichwanderung in großen Schwärmen stromaufwärts um die richtigen Laichgründe zu erreichen. Wichtige Voraussetzung ist die Wassertemperatur, die zwischen 0,5 und maximal 4 °C betragen muss. Über sandigen, harten Bodengrund in Tiefen von zu 50 Metern legt das Weibchen bis zu 1 Millionen Eier ab. Die mit einem Öltropfen versehenen, 1 bis 1,5 mm großen Eier schweben in Seen im Freiwasser und in Flüssen kleben sie am Bodengrund. Nach 28 – 35 Tagen schlüpfen die Jungen.
Nahrung:
In der Jugend frisst die Quappe Würmer, Schnecken und Weichtiere, später dann Kleinfische und auch sehr gern Laich.
Größe & Alter:
Die Quappe kann bis zu 20 Jahre alt werden und dann eine Länge von 150 Zentimetern und ein Gewicht von bis zu 30 kg erreichen. In der Regel wird die Quappe allerdings nicht sehr viel länger als 40 Zentimeter.
Angelköder:
Würmer, Fischfetzen, Leberstücken, Innereien und kleine Köderfische
Angelmethoden:
Grundangeln mit geschleppten Bodenblei, auf Grund liegende Laufbleimontagen.
