Kein einheimischer Fisch, dennoch einer der bekanntesten Fische in unseren Gewässern, die Regenbogenforelle. Sie ist seit dem Jahr 1882 in Deutschland beheimatet, ursprünglich stammt die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) aus dem Nordwesten Amerikas. Eingeführt wurde sie als Speisefisch, im Jahre 1875 wurde die Regenbogenforelle zuerst nach England eingeführt und dort in Zuchtanlagen gehalten. Nach und nach wurde sie durch verschiedene Faktoren in natürliche Gewässer eingebürgert und gehört heute als “natürlicher” Bestand zu vielen Flüssen, Seen und Teichen.
Die zu den Pazifischen Lachsen (Oncorhynchus) gehörende Art ist ein Konkurrent für die heimische Bachforelle (Salmo trutta forma fario), deswegen ist sie von einigen Gewässer-Besitzern oder Pächtern ein nicht gern gesehener Wasserbewohner. Die Regenbogenforelle ist im Allgemeinen von schnellem Wuchs und ein gefräßiger Räuber, der auch schneller an den Haken geht. Diese Eigenschaft machte die Regenbogenforellen besonders beliebt bei vielen Anglern und begünstigte ihre rasche Verbreitung in alle Gewässertypen. Besonders in Dänemark wird diese Forellenart im großen Maßstab gezüchtet, zudem gibt es in Dänemark auch viele so genannte Put-and-Take-Seen, die sich auf die Zucht und das touristische Angeln in diesen See spezialisiert haben. Ein anderer Name für die Regenbogenforelle ist auch Steelhead-Forelle, diese ist eine meerwandernde Form der Regenbogenforelle und kommt hauptsächlich in Flüssen und Seen vor, die in der Nähe der Meeres liegen.
Merkmale:
Wie alle Salmoniden hat auch die Regenbogenforelle eine Fettflosse, sie hat viele schwarze (keine roten) Punkte auf dem silber bis silber-grünen Körper und den Flossen. Von dem regenbogenfarbenen schillernden Seitenstreifen hat diese Forelle ihren Namen.
Lebensraum & Verbreitung:
Ursprüngliches Verbreitungsgebiet ist die pazifische Küste von Amerika zwischen Kalifornien in den USA bis nach Alaska. Heute ist die Regenbogenforelle mit Ausnahme der Antarktis über alle Kontinente verbreitet. Sie kommt in nahezu allen Gewässertypen vor, außer im offenen Meer.
Vermehrung:
Regenbogenforellen werden mit circa 2 Jahren geschlechtsreif, ihre Laichzeit dauert in unseren Breiten von Dezember bis Mai. Zum Laichen nutzt die Forelle Kiesabschnitte in den Oberläufen unserer Flüsse. Nach etwa 340 Tagesgraden schlüpfen die Jungfische und verbleiben bis der Dottersack aufgebraucht ist in der Nähe der Laichgrube.
Nahrung:
Regenbogenforellen ernähren sich in natürlichen Gewässern von Insekten, kleinen Fischen, Fröschen, Würmern, Kaulquappen und Bachflohkrebsen. In der Teichwirtschaft bekommen Regenbogenforellen fast ausschließlich so genannte Pellets, die im Wesentlichen aus Fisch- und Blutmehl sowie Fischöl meist pflanzliche Bindemittel bestehen.
Größe & Alter:
Die Regenbogenforelle erreicht eine maximale Länge von 1 Meter, es wurden aber auch schon 120 Zentimeter gemeldet. Im Schnitt liegen die Längen bei etwa 40 bis 50 Zentimeter. Die Gewichte schwanken je nach Größe um die 500 Gramm bis etwa einen Kilogramm, maximales Gewicht liegt bei etwas mehr als 25 Kilogramm. Das Alter einer Regenbogenforelle übersteigt meist nicht die 7 Jahre, in Amerika wurden aber schon Fische mit einem Alter von 11 Jahren gemeldet.
Angelköder:
Kunstköder aller Art, Fliege, Teig, Wurm
Angelmethoden:
Aktive Angelmethoden, Fliegenfischen, Spinnangeln, Schleppfischen
Anmerkungen:
Da die Regenbogenforellen die man in den Angelseen fangen kann, einem enorm hohen Angeldruck ausgesetzt sind, muss oder sollte man diese Fische Aktiv und mit wechselnden Methoden nachstellen. Die natürliche Population kann in ihren Gewässern wie die “normalen” Forellen, wie Meerforelle oder Bachforelle beangelt werden.

[...] Vorkommen von Barsch, Hecht und Weißfisch auch Karpfen, Aal, Zander und Wels sowie Regenbogenforelle, Bachforelle, Saibling und Stör umfasst, bietet für jede Angelart einen passenden Fisch. [...]
7. Apr. 2008 | #