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21. Okt. 2011

Sie als Angler wissen das Angeln eines der schönsten Hobbys für Jung und Alt ist. Wie beruhigend und entspannend und doch aufregend Angeln sein kann. Ein Sport, den man auch mit seinem besten Freund unternehmen kann! Wer in Bayern angeln möchte, sollte sich diesen Artikel durchlesen und weitere Informationen über das Angeln und die dazu gehörigen Fischereigesetze in Bayern kennenlernen. Jugendliche zwischen 10 und 16 sind berechtigt einen Jugend-Fischereischein zu erhalten, ohne vorher eine Fischereiprüfung abgelegt zu haben. Dieser Schein berechtigt alle jugendliche Angelsportbegeisterte in Begleitung eines Erwachsenen mit gültigem Fischereischein, ihr Hobby nach Lust und Laune auszuleben. Ist das 13. Lebensjahr erreicht, können Sie auch eine Fischereiprüfung ablegen und erhalten dadurch einen vollwertigen Angelschein. Zuzüglich zum Angelschein, werden Jugendlichen sowie Erwachsenen auch noch weitere interessante Kurse angeboten. Hierbei lernt man z. B. Spinnfischen, Fischverarbeitung und wie der Fisch in einem Kochkurs richtig zubereitet wird. Die Statistik belegt, dass seit der Einführung des Fischereischeines weit mehr als die Hälfte der Prüfungsteilnehmer ihre Prüfung auch erfolgreich absolvieren. Die Prüfung um einen Angelschein zu erwerben, findet bayernweit und alljährlich im Monat März an jedem Samstag statt. Abnehmer bei der Prüfungsdurchführung ist das Institut für Fischerei Starnberg. Die Anmeldung wird das ganze Jahr über ermöglicht, muss aber bis spätestens zum 1. Dezember des vorangehenden Jahres erfolgen.


Das bayrische Fischereigesetz wurde 1908 erlassen. Als Muster galt die Gesetzgebung für jegliche neuen Fischereigesetze. Am 10.10.2008 wurde das bayrische Fischereigesetz neu bekanntgemacht. Das Gesetz besagt, Fischereischeine, die in einem anderen Bundesland abgelegt wurden, obwohl der Wohnsitz des Betroffenen sich in Bayern befand, kann nicht anerkannt werden, da hier die anerkennende bayrische Fischerprüfung fehlt. Ist der Betroffene aber aus einem anderen Bundesland zugezogen, besteht die Möglichkeit den Fischereischein umzuschreiben. Dieses Gesetz nennt sich Wohnsitzprinzip.

Die Ausführung des Bayrischen Fischereigesetztes ist in 31Paragrafen unterteilt.
§ 1 Erteilung des Fischereischeins,
§ 2 Gleichstellung anderer Fischereischeine und Fischerprüfungen,
§ 3 Zeit der Prüfung, Anmeldung,
§ 4 Prüfungsgebühr,
§ 5Vorbereitungslehrgang, Eignung der Schulungskräfte,
§ 6 Durchführung der Prüfung,
§ 7 Ergebnis der Prüfung, Mitteilung,
§ 8 Höhe der Fischereiabgabe,
§ 9 Fangbeschränkungen nach Zeit und Maß,
§ 10 Gemeinschaftsfischen ,
§ 11 Fischen nach Besatzmaßnahme,
§ 12 Verbotene Fangarten, Fanggeräte und, Fangvorrichtungen,
§ 13 Angelfischerei,
§ 14 Fischerei mit Netzen und Reusen,
§ 15 Ständig Fangvorrichtungen,
§ 16 Elektrofischerei,
§ 17 Hältern gefangener Fische,
§ 18 Behandlung toter Fische,
§ 19 Besatzmaßnahmen,
§ 20 Schutz der Flußperlmuschel, Erlaubnispflicht,
§ 21 Beschränkungen,
§ 22 Anzeige- und Nachweispflicht,
§ 23 Fischnährtiere,
§ 24 Einlassen von Enten,
§ 25 Verkehr mit Fischen,
§ 26 Verordnung der Bezirke,
§ 27 Ausnahmen,
§ 28 Persönliche und fachliche Eignung Fischereiaufseher,
§ 29 Eignungstest,
§ 30 Dienstabzeichen, Dienstausweis,
§ 31 Ordnungswidrigkeiten.

Hinzu kommt hierbei auch noch die Rotliste, in der nachgelesen werden kann, unter welchen Bedingungen Fische geangelt werden dürfen. Das heißt bedrohte Tierarten, Saisonzeiten usw.

Hier wird unterschieden unter Lebensraum, ökologische Besonderheiten, Verbreitungsschwerpunkt und gesetzliche Bestimmungen.
Danach folgen Auflistungen der ausgestorbenen und verschollenen Fischarten wie z. B. der Maifisch.
Fische, welche vom Aussterben bedroht sind wie z. B. der Steinbeißer.
Stark gefährdete Arten wie z. B. die Äsche. Gefährdete Arten wie z. B. der Aal.
Extrem seltene Fischarten und Arten mit geografischer Restriktion und Arten der Vorwarnliste wie z. B. die Bachforelle.

Auch auf den Gewässerschutz wird geachtet. Da in den vergangenen Jahren immer wieder beobachtet wurde, dass Bäche und kleine Weiher von Gärtnern und Bauern fast trocken gelegt wurden, weil sie mit Tankanhängern Wasser zum Bewässern ihrer Felder entnommen haben. Die betroffenen Fische mussten mit großer Mühe aus den Gewässern geborgen und umgesiedelt werden. Dafür gilt seit dem 01.03.2010 folgende Fassung, eine Ausführung aus dem Wasserhaushaltsgesetztes. Jeder ist berechtigt, soweit keine Rechtswidrigkeit vorliegt, die Gewässer zum Baden oder für andere Aktivitäten zu nutzen. Quellwasser darf natürlich auch zum Waschen und Trinken verwendet werden. Unter all diesen Voraussetzungen darf Wasser in kleinen Mengen verwendet werden. Die Kreisverwaltungsbehörden bestimmen darüber, an welchen Gewässerteilen Sportausübungen und Freizeitgestaltungen zugelassen werden.

Anglern ist es gestattet, Messer mit sich zu führen die eine Klingenlänge von 12 cm nach aktueller Rechtslage überschreiten. Weiterhin legal bleibt der Besitz, der vertreib und der Erwerb dieser Messer. Hierfür müssen aber die genannten Messer in einem verschlossenen Behältnis mitgeführt werden. Der Zweck zur Mitführung der oben genannten Messer darf rein der Fischerei dienen, dadurch ist die Mitführung auch gestattet. Der Kauf eines Filetiermessers mit einer Überlänge der genannten 12 cm, berechtigt den Besitzer das Messer auch ohne geschlossenem Behältnis an dem von ihm gewünschten Ort zu bringen.

Jeder der Fische befördert hat dafür zu sorgen, dass die Tiere ordnungsgemäß verstaut und transportiert werden. Der Transport darf nicht zu lange dauern, es dürfen nur transportfähige Fische transportiert werden, da es für den Fisch Stress und eine hohe Belastung bedeutet. Das Be- und Entladen muss zügig und schonend zum Wohle des Fisches sein. Die transportierenden Personen müssen fachkundig sein und den Fisch sachlich behandeln. Die Beschaffung der Behälter muss so sein, dass sich der Fisch zu keiner Zeit verletzten kann. Sind Fischkadaver zu entsorgen, müssen sie der Tierkörperbeseitigungsanstalt übergeben werden. Dies obliegt dem jeweiligen Verfügungsberechtigten der Gewässer.

Weitere Informationen:

Landesfischereiverband Bayern e.V.
Pechdellerstraße 16
81545 München
Tel.: 089/642726-0
http://www.lfvbayern.de

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