Angelpraxis: Das Feederangeln – Angelplätze und Methoden
Vom | Januar 17, 2008 | 1 Kommentar
Im zweiten Teil des Artikels über das Feederangeln möchte ich noch weitere Ausrüstungsgegenstände sowie nützliches Zubehör vorstellen. Außerdem werden Montagen vorgestellt die für unterschiedliche Gewässerbedingungen am praktischsten sind. Bei verschiedenen Ködern und arten von Anfuttermitteln wird die Tauglichkeit und Nutzbarkeit beschrieben. Als letztes werden dann noch verschiedene Taktiken in verschiedenen Gewässertypen beleuchtet, also wie angele ich zu Beispiel an Kanal und was muss man am Fluss beachten. Mit diesem und dem letzten Teil über das Feederangeln hoffe ich einige interessierte Angler für diese schöne und auch erfolgreiche Angelart gewinnen zu können.
Als erstes kommen wir zu den restlichen teilen die noch in der Ausrüstung fehlen, einige sind unverzichtbar für das Angeln, andere sind vielleicht nicht unbedingt nötig, erleichtern das Angeln aber ungemein. Im ersten Teil hatten wir Angelrute, Angelrolle, Angelschnur und die Futterkörbe, alles Dinge ohne die wir nicht angeln könnten. Ein weiteres Zubehörteil ohne dem es auf keinen Fall geht, ist der Angelhaken.
Der Angelhaken
Neben der Angelschnur ist der Angelhaken das älteste Werkzeug des Anglers. Heute ist der Angelhaken ein Hi-Tech-Produkt aus speziellen Legierungen der mit dem Laser geschärft wird. Für das Feederangeln werden hauptsächlich dünndrahtige und kleine Haken genutzt, die optimal auf die Zielfische abgestimmt sind. Wer auf scheue Schleien und Rotfedern angelt, wird mit einem 6er Wurmhaken nicht allzu viel Erfolg haben, aber einem kapitalen Aal mit einem 16er Goldhaken zu bekommen ist im Gegensatz dazu auch so gut wie unmöglich. Wichtig ist, das die Größe des Hakens auf die zu erwartenden Zielfische abgestimmt werden. Mit einem größeren Haken kann man auch selektiv die kleineren Fische vom Biss abhalten. Beißt hingegen überhaupt nicht, kann versucht werden, mit kleineren Haken die kleineren oder vorsichtigeren Fische an den Haken zu bekommen.
Rutenhalter und Auflagen
Da die Feederrute gleichzeitig Angelrute und Bissanzeiger ist, muss ein fester und stabiler Halt der Rute gewährleistet sein. Ob man nun einem von den Karpfenanglern bekannten Rod-Pod oder einem an der Sitzkiepe montierten Rutenhalter vorzieht, ist nach meiner Meinung nach, eine persönliche Entscheidung. Wie gesagt, wichtig ist in der Hauptsache der feste halt der Angelrute auf der Ablage. In den Angelfachgeschäften findet man neben die Rod-Pods auch Dreibeine, Banksticks und viele andere Arten von Rutenhaltern.
Sitzkiepe oder Angelkoffer
Eine persönliche und wiederum Entscheidende Frage, die Wahl der Zubehörunterbringung. Viele Spezialisten schwören auf eine Sitzkiepe, an die man notfalls alles anbringen kann. Die Sitzkiepe dient nicht nur als Ablage für das gesamt Angelzubehör, sondern auch als bequemer Sitz, als Schirmständer, als Ködertisch und mit montierten Rutenhaltern und Rädern, als fahrbares Angelcenter. Nun, da nicht alle Spezialisten sind, oder nicht nur eine Angelart bevorzugen, ist es oft nur ein Angelkoffer, in dem sicher nicht so viel Platz ist und man nicht unbedingt darauf sitzen kann, aber er hat den Vorteil – nur einen Bruchteil zu kosten.
Kleinteile
Wie jede Angelart braucht das Feederangeln eine Menge Zubehör, um sich auf unterschiedlich Angelreviere einzustellen, oder um eine Montage auf einen bestimmten Zielfisch abzustimmen. Neben Wirbeln, Karabinern, Lock- und Auftriebsperlen, Booms und Beads, Schere, Messer, Hakenlöser, Fischtöter und Kescher sollten auch immer Schirm, diverse Eimer und ein Futtersieb mitgeführt werden.
Montagen
Eine Vorfachmontage muss meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Kriterium erfüllen: Es muss einfach und schnell zu bauen sein, der Grund ist simpel, den je Komplizierter desto anfälliger und teurer ist so ein Vorfach. Einfache Schlaufenmontagen kaufe ich beim Händler, andere mache ich selbst. Zwei Beispiele für einfach Vorfach-Montagen habe ich einmal aufgezeichnet.
Köder
Der Köder ist letztendlich entscheidend ob nun der Fisch anbeißt oder nicht. Also sollte man bei der Wahl seines Angelköder genau wissen was man an den Haken macht. Die Entscheidung welchen Köder wir, wann benutzen und welche Fische wann an welchem Köder beißen ist ausschlaggebend für den Erfolg oder den Misserfolg eines Angeltages. Da man als Feederangler hauptsächlich auf Weißfisch angelt, ist der Köder meist eher klein und fein.
- Maden: Maden sind ein Universalköder. Es gibt Maden mittlerweile in verschiedenen Größen und mit etwas Flavour auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen.
- Caster: Verpuppte Maden in verschiedenen Stadien der Reife. Merke: Je dunkler, desto mehr Auftrieb hat ein Caster.
- Würmer: Würmer gibt es in vielen unterschiedlichen Größen, zierliche Mistwürmer bei schlangengleiche Tauwürmer.
- Larven: Käferlarven wie Mehlwurm und die Scharzkopfkäferlarve die häufig als großer Mehlwurm verkauft wird.
- Körner/Getreide: Dazu zählen Mais, gequollener Weizen, Reis, Hanf und andere Körnersorten.
- Teig: Neben Teig aus Paniermehl oder anderen Zutaten ist hiermit auch Käse gemeint, versuchen sollte man auch Forellenteig (gern den mit Glitter).
- Pellets/Boilies: Pellets und kleine Boilies sind vermehrt in Angelgeschäften zu finden und gelten als Geheimtipp auf kapitale Brassen und Karpen.
Neben diesen Ködern gibt es noch unzähligen andere Möglichkeiten, ob nun künstliche Maden oder Kartoffeln, wer es nicht probiert hat kann nicht sagen das solche Köder nicht fangen.
Futter
Wer öfters durch einen Angelladen streift, wird wissen wie riesig das Angebot von fertig gemischten Futtermehlen ist. Entweder kann man zu diesen greifen, oder man fertigt sich selber seine Anfuttermittel aus folgenden Zutaten:
- Paniermehl: Aus verschiedenen Brot-, Brötchen- oder Zwiebacksorten mit unterschiedlichen Bindefähigkeiten und Färbungen.
- Biskuitmehl: Fettig, süß und aromatisch aus unterschiedlichen Kuchensorten.
- Maismehl: In verschiedenen Röst- und Reifestufen, oder als Kuchenflocken (TTX).
- Kokos/Copra: Geröstetes Kokosmehl oder Kokosmelasse (Copra).
- Nussmehl: Fett und Eiweißreich, Aromatischer Zusatz aus Haselnüssen oder Erdnüssen.
- Hanfmehl: Hohe Lockwirkung durch starken Geruch und Geschmack.
- Kornmehl: Aus Hartweizen, Reis, Gerste oder Hafer.
Zusätze
Es werden viele unterschiedliche Additive und Lockstoffe wie: Duftstoffe (Flavours), Geschmacksstoffe, Geschmacksverstärker, Appetitanreger und Farbstoffe angeboten. Manche locken die Fische, andere machen eher das Gegenteil, man sollte probieren was, wann am besten funktioniert.
Angelstellen
Angelstellen sind für das Feederangeln nicht anders wie für andere Angelarten. Wer schon gute Angelreviere kennt und die unterschiedlichen Gegebenheiten einschätzen kann, ist klar im Vorteil. Bei der Auswahl der Angelplätze sollte man selbstverständlich, wie immer versuchen besondere Stellen zu finden, die ein Fisch auch zur Nahrungsaufnahme besucht. In einem recht gradlinigen Kanal sucht man Buchten, Einläufe, Häfen oder ähnliche Stellen die einem Fisch andere Lebensbedingungen bieten, im Fluss oder See gilt diese Regel genauso wie im Meer. Bei der Ausrüstung und der Taktik sollte man im Ruhigeren See oder Kanal feiner Angeln und maßvoller mit dem Anfutter arbeiten. Im Fluss sollte man entsprechend stärkere Schnüre verwenden und bei der Futtermenge bedenken, das die Strömung einen Teil vom Angelplatz spült. Wer diese einfachen Regeln befolgt wird seinen Angelplatz finden und auch Fische fangen.
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Kommentare
Ein Kommentar to “Angelpraxis: Das Feederangeln – Angelplätze und Methoden”
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April 11th, 2010 @ 19:55
Klasse tips