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10. Jan. 2008

Sechs schöne Rotaugen, gefangen mit Feerderrute in SchwedenBis vor wenigen Jahren war das Feederangeln eine noch eher unbekannte Variante des Angelns, heute hat diese Angelmethode viele Freunde gewonnen. Was das Feederangeln ausmacht und welche Vorteile dieser Methode bietet, soll in diesem und einem folgenden Artikel genauer beschrieben werden. Welche Fische sind die Zielfische dieser Angelmethode, und wo kann ich diese am besten fangen? Was kostet die Ausrüstung, und welche braucht man überhaupt für das Feederangeln? Gibt es Besondere Vorfächer und Montagen, und wie benutzt man diese? Viele Fragen werden gestellt und beantwortet! Dazu gibt es noch eine Reihe Tipps und Tricks rund um das Angeln mit Futterkorb und Feederspitze.


Als erstes sollte man einmal erklären, was das Feederangel überhaupt ist, den viele haben vielleicht schon einmal diesen Begriff gehört, können damit aber nicht wirklich etwas anfangen. Das Wort feeder kommt aus dem englischen und bedeutet übersetzt so viel wie Fütterer, Zubringer oder Beschicker, hiermit wird hauptsächlich der Futterkorb gemeint. Aber, ob gerade dieser Begriff Namens gebend war oder alle zusammen, vermag ich nicht zu sagen, sie alle beschreiben doch ziemlich das Grundprinzip des Feederangelns.

Feederangeln bedeutet, auf Grund mit dem Futterkorb zu angeln, als Bissanzeiger dient hierbei eine sensible Rutenspitze die entweder quer zum Ufer oder steil nach oben steht. Wichtige Bestandteile des Feederangelns sind zum einen, das Anfüttern und zum anderen die richtige Montage des Vorfachs. Dies alles zusammen ergibt die sogenannte Feedertechnik, die zum einen für eine sehr gute Fangausbeute an normalen Tagen und unter guten Bedingungen sorgt, und zum anderen auch bei ungünstigen Bedingungen und widrigen Umständen immer noch Fisch bringt. Wenn durch Wind und Regen das Angeln mit der Pose schon so gut wie unmöglich ist, kann man mit dieser Technik immer noch optimal angeln. Außerdem ist die Kombination von Anfüttern, Futterkorb und Köderpräsentation ein häufiger Grund warum Feederangler auch dann noch fangen, wenn andere Angler schon lange aufgegeben haben.

1. Welche Fische fängt man bei Feedern?
Die, die das Feederangeln kennen, werden sagen: “Friedfische” – Stimmt, aber nur zum Teil. Denn auch Barsche und sogar Forellen und Hechte lassen sich mit dieser Methode fangen, wobei ein Hecht eher die Ausnahme bleiben wird. Hauptzielfische sind selbstverständlich Weißfische wie Karpfen, Brasse, Aland, Güster, Rotauge und Schlei sowie natürlich der Aal. Man kann sagen, das alle Fische die beim Grundangeln gefangen werden können, auch beim Feederangeln zu erbeuten sind. Und wenn man einmal bedenkt, das auch Dorsche und Plattfische Nahrung von Boden aufnehmen, eröffnen sich sogar noch weitere Möglichkeiten diese Methode auf andere Zielfische zu erweitern.

2. Wo kann ich mit der Feedertechnik angeln?
Wie die meisten Angeltechniken, kann man auch diese Technik fast überall anwenden, wobei nicht alle Stellen als Ideal zu bezeichnen sind. Wie schon erwähnt, ist es sogar möglich vom Strand im Meer zu angeln, am besten eignen sich aber Seen, Flüsse und Kanäle. Durch die Möglichkeit die Feederspitzen auszutauschen und so das Angelgerät auf die jeweilige Angelsituation anzupassen, ist es kein Problem entweder ganz fein in einem Teich auf Schleien zu fischen oder in der Strömung eines Flusses auf Döbel zu gehen. Weil die Technik des Feederns nicht so Wetterabhängig ist, wie zum Beispiel das Angeln mit der Pose, ist es möglich fast überall zu fast jeder Zeit zu angeln.

3. Die Ausrüstung für das Feederangeln

a.) Die Angelrute
In jedem guten Angelfachgeschäft werden mittlerweile Feederruten in allen Preiskategorien und Qualitäten angeboten. Für welche Preisklasse man sich entscheidet, bleibt jedem selbst überlassen, aber wer diese Angelart länger praktizieren möchte, sollte auf Qualität achten. Es gibt wie bei jeder anderen Angelrutenart auch bei den Feederruten unterschiedliche Stärken- oder Wurfgewichtsklassen, das sind:

  • Leichte Feederruten (Light): Längen von 3 bis 3,60 Meter, Wurfgewichte bis maximal 40 Gramm. Für stehende und sehr langsam fließende Gewässer und Entfernungen bis 40 Meter.
  • Mittlere Feederruten (Medium): Längen bis 3,90 Meter und Wurfgewichte bis 60 Gramm. Stehende Gewässer auf größere Entfernung und normale Fließgewässer.
  • Schwere Feederruten (Heavy): Längen bis 4,50 Meter und Wurfgewichte bis 100 Gramm. Für Flüsse und See auf Entfernungen bis 100 Meter.

Ruten die zwischen oder über diesen Kategorien einzuordnen sind gibt selbstverständlich auch , wobei die Extra-schweren Ruten einer Brandungsrute nahe kommen und Weitwurf-Modelle eine optimierte Parabolik besitzen sowie extra große Rutenringe aufweisen. Um eine Entscheidung für die Auswahl der Rutenklasse zu treffen sollte man die Hausgewässer betrachten die für diese Angelmethode zur Verfügung stehen.

b.) Die Angelrolle
Bei der Auswahl der Angelrolle sollte man zuerst einmal die Angelrute haben, denn eine leichte Angelrute verlangt auch nach einer entsprechend dimensionierten Rolle. Es macht wenig Sinn an eine Leichte Rute eine Rolle zu klemmen die 200 Meter 0,40er aufnimmt, denn dann leidet die Handlichkeit und auch die Wurfweiten bleiben auf der Strecke. Für eine gute Angelrolle muss man zwischen 50 und 100 Euro ausgeben, sie kann aber in besserer Ausführung auch 150 und mehr kosten. Als Verfechter der Theorie “So teuer wie nötig, so billig wie möglich”, besitze ich keine Rolle die mehr als 100 Euro kostet. Wenn man einige Regeln befolgt, sollte man die optimale Rolle schnell finden. Erstens, nicht immer sagt die Anzahl der Kugellager auch aus, das diese Rolle unbedingt besonders gut sein muss. Ein leichtes und symmetrisches Laufen der Rolle lässt sich mit etwas Übung schon im Ladengeschäft “erfühlen“. Grundvoraussetzung einer guten Angelrolle, ist eine gut verarbeitete Spule mit kratzfester, harter Abwurfkante und einer Ersatzspule mit möglichst identischen Eigenschaften. Ein Anti-Drall-Schnurlaufröllchen sollte ebenso Pflicht sein, wie eine extrem fein einstellbare Bremse. Auch ein von vielen Anglern nicht beachtetes Detail, der Schnurclip sollte genauer unter die Lupe genommen werden, eine zu scharfe Kante oder eine zu tiefe Führung gefährden die Schnur. Wer diese einfachen Tipps befolgt wird keinerlei Probleme haben eine Rolle zu finden die zu ihm passt.

c.) Die Angelschnur
Bei den Angelschnüren gibt drei mögliche Varianten die zur Verfügung stehen. Erstens, die normale Monofile Schnur, dann die Multifile oder Geflochtene Schnur und zusätzlich eine Hybridversion beider Schnurarten. Alle diese Schnurarten haben gleichermaßen Vorteile wie Nachteile. Nachdem die Geflochtenen Schnüre Anfang der 90er Jahre einen wahren Boom erlebt haben, und für fast alle Angelarten als die Lösung angepriesen wurden, haben sich heute schon wieder viele Angler auf die gute alte Monofile zurück besinnt. Auch bei den Monofilen Schnüren hat die Technische Entwicklung nicht halt gemacht, so sind heute viele Eigenschaften wie der Dehnungsgrad, die Knotenfestigkeiten und die UV-Stabilität besser als vor 15 Jahren. Bei der in den letzten Jahren auf den Markt drängenden Hybrid-Schnur, sollen die besten Eigenschaften beider Schnüre vereint werden, dies gelingt oft nur zum Teil. Auch der Preis schreckt viele Angler ab, denn durch die aufwändige Herstellung sind diese Schnüre relativ teuer. Da ich nur wenig Erfahrung mit Hybridschnur im Zusammenspiel mit Feedern besitze, möchte ich hier nur die Eigenschaften der beiden Grundarten listen:

  • Vorteile Monofile Schnur:
    Die Kosten sind geringer
    Ihre Dehnungsfähigkeit dient als Puffer beim Drill
    Lassen sich leider und haltbaren binden
    Belasten die Rutenringe nicht so stark
    Bei Frost kaum Einschränkungen
    Leichteres handhaben und werfen
  • Vorteile Geflochtene Schnur
    Kaum Dehnung, deswegen bessere Bissanzeige
    Geringere Schnurstärke bei gleicher Tragkraft
    Längere Lebenserwartung
    Unempfindlich gegenüber UV-Strahlung
    Widerstandsfähiger gegen scharfe Gegenstände

Es gibt Situationen bei denen es von Vorteil ist, geflochtene Schur zu benutzen, andere Situationen erfordern aber eher Monofile Schnüre. Welche Schnur man sich nun auf die Spule macht, bleibt dem Angler überlassen, der sie nach Vorlieben und der jeweiligen Angelsituation auswählen kann.

d.) Die Futterkörbe
Futterkörbe gibt es in verschiedenen Modellen, Formen und Gewichten, die für unterschiedliche Gewässertypen und Angelmethoden bestimmt sind. Einteilen lassen sich die Futterkörbe in drei Hauptgruppen, erstens die geschlossenen Futterkörbe, dann die offenen Körbe und die Futterspiralen. Die geschlossenen Körbe sind für Lebendfutter wie zum Beispiel Maden gedacht. Sie sind fast immer aus Plastik und besitzen viele kleine Löcher, aus denen das Futter entweichen kann. Bei der Gruppe der Futterspiralen wird häufig mit sehr kurzen Vorfächern geangelt, die teilweise auch in das in die Spirale eingedrückte Futter mit eingeknetet werden. Vorteil der Spirale ist, das sie weniger Verwicklungen mit der Schnur verursachen. Die Gruppe der offenen Futterkörbe hat die größte Vielfalt an Formen und Arten. Meist bestehen die offenen Futterkörbe aus Stahlgittern die mit Bleigewichten beschwert sind, verschiedene Durchmesser, und Gittergrößen machen diese Futterkorbart am vielseitigsten. Man sollte immer eine größere Auswahl an Körben im Koffer parat haben um sich auf veränderte Situationen anpassen zu können.

Im nächsten Teil kommen dann die Vorfächer, Haken und die nützlichen Hilfsmittel an die Reihe. Außerdem wird es einige Tipps und Tricks zu Köderarten und zur Auswahl des Futters geben.

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4 Kommentare »

  1. Anonymous schreibt:

    ich finde diesen bericht super weil er sehr ausführlich ist

    4. Mrz. 2010 | #

  2. Anonymous schreibt:

    scheisse, weil du überhaupt keine ahnung hast und geflochtene schnur gegenüber spitzen und scharfen gegenständen viel mehr empfindlich nist als monofil

    22. Mai. 2010 | #

  3. Anonymous schreibt:

    kleiner scherz gut geschrieben aber das mit geflochten und mono stimmt echt

    22. Mai. 2010 | #

  4. admin schreibt:

    @Anonymous: :) Geschmackssache … Ich habe bisher beim Zanderangeln mit geflochtener nur gute Erfahrungen gemacht. Ein Kumpel von mir ist aber der gleichen Meinung wie du! Also vielleicht auch ein bisschen Glaubensfrage ;)

    24. Mai. 2010 | #

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