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18. Jul. 2007

WobblerWie bei fast allen Angelarten ist auch beim Bootsangeln der Köder maßgeblich am Erfolg des Anglers beteiligt. Der Köder beim Angeln mit dem Boot, wird entweder hinter dem Boot hergeschleppt oder wird auf den Gewässergrund herabgelassen. Diese Schlepp- oder Pilkköder können sehr unterschiedliche Formen, Farben oder Gewichte haben. Die wichtigsten sollen hier einmal ein wenig vorgestellt werden.

Die Ausrüstung Teil 3:

Blinker
Köder: Blinker Der Blinker ist die Urform des Kunstköders, er besteht aus einem Metall-Löffel, der bei Zug drehende und schlagende Bewegungen ausführt. Angeboten werden Blinker in Größen von unter 4g bis “Plattschaufelgroßen” bis 200g. Für das Schleppangeln auf Süßwasser-Raubfische kommen Blinker von 10 bis 40g zum Einsatz, hierbei werden hauptsächlich Hechte und Barsche gefangen. Das Schleppen entlang der Küsten erfordert in etwa die selben Größen wie das Fischen im Süßwasser. Dabei fängt man in unseren Breiten unter anderem Meerforellen, Dorsche oder Hornhechte. Beim Tieferen Schleppfischen im Meer oder in großen Seen kommen dann aber schon größere Exemplare an die Angel. Durch die ungleichmäßigen Druckwellen, die der Blinker unter Wasser aussendet, spricht er die Seitenlinie der Fische an. Das durch den reflektierenden Löffel, namen gebende blinken reizt das Auge des Fisches. Mit einem Downriggerblei oder dem Paravan kann man einen Blinker auch in verschiedenen Tiefen anbieten, um damit die Chancen auf tiefer stehende Fische zu erhöhen.

Spinner
Köder: Spinner Der Spinner ist ein Metalllöffel oder Blättchen das sich um eine Rotationsachse dreht. Der Name Spinner ist aus dem englischen “spinnig around” abgeleitet, was zutreffend beschreibt welche Bewegung dieser Köder vollführt. Der Achskörper macht den Hauptanteil am Gewicht des Spinners aus, dieses fängt bei schon 1,5g an und geht bis zu 50g. Die Form des Zentralkörpers kann sehr unterschiedlich sein, es kommen Kugeln, Tropfen oder auch Fischformen vor. Beim Schleppen mit dem Boot werden eher die großen Modelle mit dem entsprechend ausfallenden Spinnerblättchen genutzt. Dabei werden Hecht und Barsch im Süßwasser erbeutet und Meerforelle, Lachs und Hornhecht im Salzwasser. Die Spinner Rotation erzeugt eine harte pulsierende Druckwelle die, die Seitenlinie eines Räubers stark reizt. Durch Druckwelle und eventuell am Spinner angebrachte Optische Reizmittel, wird der Raubfisch zum Anbiss gebracht .

Wobbler
Wobbler Wobbler sind meistens Fischen nachgebildet, aber auch andere Formen sind möglich. Im Allgemeinen besitzen Wobbler eine Tiefenschaufel, die für das Abtauchen oder das halten der Tauchtiefe verantwortlich ist. Es gibt drei Haupt-Wobblerarten, das sind Float, Sink und Suspend. Der Floating-Wobbler schwimmt, er wird durch Zug mit der Tauchschaufel auf Arbeitstiefe gebracht. Er eignet sich besonders für die Schleppfischerei im Süßwasser auf Hecht und Zander. Der Sinking-Wobbler dagegen schwimmt nicht, er wird durch die Schaufel auf seinen bestimmten Tiefenpegel gehalten und mit Bewegung versehen. Dies macht ihn besonders für das Schleppen im Meer für Meerforelle und Lachs Interessant. Der Suspending-Wobbler besitzt keinen Auf oder Abtrieb, er wird durch Bewegung und Zug in verschiedene Tiefen befördert. Beim Bootsangeln kommen Suspender eher im Winter, für extrem langsames Schleppen zum Einsatz. Hinzu kommen noch verschiedene andere Formen wie zum Beispiel der Popper, ein reiner Oberflächenköder in Form von Fischen, wobei diese Art von Wobbler schon fast wieder eine eigen Art Köder entstehen lässt.

See-Jigs
Jig - See-Jigg Dies sind Speziell für Hochsee-Trolling oder “Big Game” entwickelte Schleppsysteme. Die oft als Tintenfisch-Imitat geformten Köder sind in der Regel mit sehr großen Haken, in Größen von 4/0 bis zu 8/0, ausgestattet. Der Hochsee-Jig wird meist recht schnell geschleppt und reizt deswegen eher den jagenden Raubfisch, zum Beispiel den Lachs und Meerforelle. Dank seines oft knallbunten Flatterkörpers reizt der Hochsee-Jig zweifach. Durch die beim Schleppen entstehende ungleichmäßige Druckwelle wird die Seitenlinie des Fisches stimuliert, und zweitens werden die Augen durch den farbigen Tintenfischkörper angesprochen .

Pilker
Pilker, Angelköder Pilker gibt es in vielen verschiedenen Formen wie zum Beispiel die Dorschbombe, die eigentlich nur eine Bleikugel mit Haken ist. Oder den schlanken Sardienenpilker, der einem schmalen Fisch nachempfunden ist. Die Farbauswahl ist selbstverständlich sehr breit gefächert, “geht nicht – gibt es nicht”. Die Gewichtspalette reicht von 20 Gramm für die Süßwasserangelei auf Zander bis hin zu 500 Gramm für das Angeln im Fjord mit starker Unterströmung. Die Lockwirkung des Pilkers wird durch das Abklopfen des Gewässergrundes erreicht. Durch die vom Pilker verursachten Druckwellen und das Aufwirbeln des Grundes werden Raubfische wie Dorsch, Leng oder Köhler zum Biss verleitet.

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