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16. Jun. 2008

Der Wurm - Angelköder - Tauwurm - RotwurmJeder Angler hat wohl schon einmal mit diesem Köder geangelt – der Regenwurm, er ist der Bekannteste und bei vielen Angler der Beliebteste Angelköder den man sich vorstellen kann. Der Regenwurm ist nicht nur einfach zu bekommen, wenn man zum Beispiel einen Garten hat, sondern er ist auch bei einer Vielzahl von Fischen einer der Top-Köder. Angelt man etwa auf Barsch kommt man an einem dicken Tauwurm nicht vorbei, und auch die ein oder andere Forelle ist bei einem dieser Würmer schon schwach geworden. Mistwurm, Kompostwurm, Rotwurm oder Dendrobena sind auf Brassen und Schleien erste Wahl und ein dickes Wurmbündel hat noch so manchen Aal zum Anbiss überzeugt. Es gibt weltweit nach sehr groben Schätzungen um die 3.000 verschiedene Wurmarten und davon findet man in Deutschland 39 Arten. Heutzutage werden Würmer teilweise in größerem Maßstab gezüchtet, denn nicht nur Angler haben ein Interesse am Wurm, auch Besitzer von Vögeln, Schildkröten oder größeren Aquarienfischen sind dankbare Abnehmer. In Angelfachgeschäften finden wir meist eine gute Auswahl an Wurmarten, denn diese Tiere lassen sich in geeigneter Umgebung recht lange lagern. Im Anschluss werden die wichtigsten Wurmarten und ihre Nutzung für Angler beschrieben.


Wurmarten:
Die folgenden vier Wurmarten sind die bei uns am meisten genutzten, leider finden sich nicht viele wirklich gute Artikel über die einzelnen Wurmarten im Netz. Das was ich zusammentragen konnte, ist sicherlich nicht optimal, hilft aber hoffentlich.

Tauwurm (Lumbricus terrestris):
Der „Große Regenwurm“ ist der größte hierzulande benutzte Angelwurm, er wird meist aus Kanada, als „Kanadian Nightcrawler“ importiert. Die bis zu 30 cm langen Würmer sind rot-braun gefärbt und haben auf der Oberseite des Kopfendes eine violette Färbung. Weitere Merkmale sind der etwas verdickte „Gürtel“ und das teilweise abgeplattete Hinterende. Der Tauwurm lebt als Bodenbewohner in Gängen die bis zu 3 Meter tief ins Erdreich hinab reichen. Die Nahrung des Tauwurms besteht aus abgestorbenen Pflanzenteilen und Blättern, die er in seine Gänge zieht. Da der Tauwurm teilweise eine enorme Größe erreicht, ist er sehr gut geeignet um auch größere Fische zu locken. Als Einzelköder ist der Tauwurm gut für Barsch, Aal und Forelle, im Bündel lassen sich auch Waller zum Anbiss verleiten.

Feldwurm (Allolobophora caliginosa)
Der „gemeine Regenwurm“ wird auch Grauwurm, Wiesenwurm oder Feldwurm genannt, er wird nicht so groß wie der der Tauwurm und ist etwas blasser gefärbt. Der Feldwurm unterscheidet sich in der Lebensweise nicht allzu viel vom Tauwurm, einzige Ausnahme ist, der Feldwurm würde im Gegensatz zum Tauwurm nie freiwillig an die Oberfläche kommen. Genau wie der Tauwurm lässt sich der Feldwurm nicht züchten, und muss deshalb von Hand gesammelt werden, was ihn recht teuer macht. Da der Feldwurm kleiner ist, lässt er sich gut bei kleineren oder vorsichtigeren Fischen einsetzen.

Kompostwurm (Eisenia foetida), Mistwurm (Eisenia andrei) & Rotwurm (Lumbricus rubellus)
Diese drei Arten werden häufig miteinander verwechselt, das liegt in erster Linie an der recht ähnlichen Lebensweise und an dem ähnlichen Aussehen. Diese Würmer werden bis zu 13 cm lang, haben eine rötlich-violette Färbung und eine sehr deutliche Segmentierung mit gelblichen Streifen, das Schwanzende ist häufig gelblicher. Vorteile dieser Wurmarten ist die relativ gute Vermehrungsrate, die eine gute Verfügbarkeit garantiert und die große Beweglichkeit der Tiere. Nachteil ist, das die Würmer sich nicht so lange halten und deswegen häufiger gewechselt werden müssen. Zielfische dieser Wurmköder sind fast alle Friedfische, besonders aber Schleien, Karpfen und Brassen, außerdem Forellen, Barsche und Aale.

Dendrobena (Dendrobena veneta)
Diese Wurmart die zur Zeit eine der beliebtesten Wurmarten darstellt wird etwas größer als die normalen Kompost-, Mist-, oder Rotwürmer, sie werden etwa 20 cm lang und sind etwas fülliger, ihre Färbung ist rot-violett oder oliv-braun und sie haben teilweise helle Segment streifen. Im Gegensatz zu dem etwa größeren Tauwurm oder dem Feldwurm, lässt sich der Dendrobena züchten, was einen großen Teil seines Erfolgs erklärt. Andere Unterarten des Dendrobena, der als Riesen-Rotwurm in den Handel kommt, sind der „Dendrobena platyura“ der eine grauere Färbung besitzt und bis 17 cm lang wird, der „Dendrobena attemsi“, rötlich, bis 5 cm lang und der „Dendrobena rubida“, blassrot, bis 6 cm lang. Der Dendrobena veneta lässt sich auf alle Fischarten nutzen die auf Wurm gehen, gute Erfolge sind im Besonderen bei Barsch und Aal zu verzeichnen.

Wichtig:
Beim anködern keine Knoten mit den Würmern machen, am besten fangen Würmer wenn sie „spiel“ haben und sich mit dem Wasser bewegen können. Bei kleineren Zielfischen kann man auch Wurmstückchen anbieten, wobei ich dort lieber sehr kleine Rotwürmer benütze.

Merke:
Alle Regenwurmarten sind wichtige und nützliche Tiere, besonders im Garten tragen sie zur Verbesserung der Bodenqualität bei und sollten deshalb nicht unachtsam behandelt werden. Braucht ihr diese Tiere nicht mehr zum Angeln, setzt sie im Garten oder Park aus. Ihr könnt euch auch eine „Wurmkiste“ anschaffen, um die Würmer für den nächsten Angeltag frisch zu halten.

Wer mehr über Würmer und deren Arten weiß, und gerne mehr zu diesem Thema beitragen möchte, schreibe mir bitte… Danke

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Mehr zu diesem Thema hier:



7 Kommentare »

  1. Anonymous schreibt:

    cool hat mir echt geholfen danke:D:D:D

    30. Nov. 2009 | #

  2. sila schreibt:

    danke das brauchte ich für die schule:D 😀 :D:D:D

    9. Apr. 2011 | #

  3. Philip schreibt:

    Sehr interessanter Beitrag! Übrigens heist der Dendrobena veneta auch Eisenia hortensis. Das sorgt manchmal für Verwirrung…

    19. Jul. 2011 | #

  4. birgit schreibt:

    Hallo zusammen!
    Das kann ich nur bestätigen , dass Mistwürmer nicht nur für den Kompost,sondern auch zum Angeln bestens geeignet sind.
    Wer welche braucht…- ich biete sie jedes Jahr an! Kontaktiert mich einfach.
    Gruss Birgit

    14. Mrz. 2012 | #

  5. Andreas Mönch schreibt:

    Hallo,
    habe gehört das Eisenia foetida auch als Mistwurm bekannt ein übelriechendes Sekret bei Panik (spätstens beim anködern) abscheidet, was die Fische gar nicht gerne riechen und mögen. Deshalb sollen sie zum angeln ungeeignet sein.

    MfG

    Andreas Mönch

    21. Jun. 2012 | #

  6. admin schreibt:

    @Andreas: das kann ich leider nicht beantworten, aber vielleicht ist hier ja mal ein Spezialist der uns das beantworten kann.

    22. Jun. 2012 | #

  7. Philip schreibt:

    @Andreas
    das Eisenia foetida unter Stress solch ein gelbliches Sekret absondern ist korrekt. Viele Angler sagen aber das es Fische gibt – wie z.B. Aale die besonders auf dieses Sekret reagieren.

    Es stimmt aber auch das die Dendros durch abwesenheit des Sekretes und durch ihre Größe bei den Angler generell beliebter sind…

    Ich hoffe meine Antwort hat Dir weitergeholfen.

    Auf unserer Webseite findet Du ein Forum auf dem genau solche Fragen diskutiert werden. Vielleicht „sehen“ wir uns da wieder!

    VG,
    Philip

    20. Jul. 2012 | #

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